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25 Jahre nach 9/11 – USA gedenken der Terroropfer

Zum 25. Jahrestag erinnern zahlreiche Zeremonien an die fast 3.000 Opfer der Terroranschläge vom 11. September – und an Menschen, die bis heute an den Folgen der Anschläge sterben.

11.09.2026

Zwei der vier entführten Flugzeuge flogen in die Zwillingstürme in Manhattan. (Archivbild=Pentagon/dpa

Zwei der vier entführten Flugzeuge flogen in die Zwillingstürme in Manhattan. (Archivbild=Pentagon/dpa

© Pentagon/dpa

Mit Schweigeminuten, Glockenschlägen und Lichtinstallationen gedenken die USA 25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 der Opfer. Im Zentrum der Gedenkveranstaltungen stehen erneut die Orte, die damals angegriffen wurden: das World Trade Center in New York und das Pentagon bei Washington - sowie ein Feld im US-Bundesstaat Pennsylvania, auf das ein Flugzeug abgestürzt war.

US-Präsident Donald Trump wird zu einer Gedenkveranstaltung am Pentagon erwartet. In New York sollen Angehörige am Morgen am Ort der zerstörten Zwillingstürme des World Trade Centers die Namen der Getöteten verlesen. Sechs Schweigeminuten markieren unter anderem die Einschläge der beiden Flugzeuge und den Einsturz der Türme. Erstmals ist anschließend eine siebte Schweigeminute für Menschen vorgesehen, die später an Krankheiten oder Verletzungen infolge der Anschläge starben.

25 Jahre sind seit den verheerenden Anschlägen in New York und anderen Orten der USA vergangen. (Archivfoto)Julia Nikhinson/AP/dpa

25 Jahre sind seit den verheerenden Anschlägen in New York und anderen Orten der USA vergangen. (Archivfoto)Julia Nikhinson/AP/dpa

© Julia Nikhinson/AP/dpa

100 Millionen Amerikaner ohne eigene Erinnerung an 9/11

Bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 starben fast 3.000 Menschen, als Terroristen des islamistischen Netzwerks Al-Kaida vier Passagierflugzeuge entführten und zwei davon in die Türme des World Trade Centers steuerten. Ein weiteres Flugzeug traf das Pentagon - Hauptsitz des Verteidigungsministeriums - bei Washington. 

Eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab, nachdem die Passagiere Widerstand gegen die Entführer geleistet hatten. Welches Ziel die Entführer mit dieser Maschine hatten, ist bis heute unklar. An der Absturzstelle haben Künstler zum Jahrestag den Insassen Kreideporträts gewidmet.

Die New Yorker Feuerwehr (FDNY) will an zahlreichen Wachen der Stadt der mehr als 300 getöteten Feuerwehrleute gedenken. Mehr als 400 weitere Mitglieder der Feuerwehr starben nach Angaben des FDNY seither an Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Einsturz des World Trade Centers. Im New Yorker Bryant Park werden 2.753 Stühle leere Stühle aufgestellt - einer für jedes der New Yorker Opfer. Auf den Stühlen können Blumen niedergelegt oder Nachrichten hinterlassen werden.

Trump erklärte den 11. September wie in den Vorjahren zum „Patriot Day“ und ordnete an, die Flaggen an Bundesgebäuden zum Gedenken an die Opfer auf halbmast zu setzen. Rund 100 Millionen heute lebende Amerikaner – etwa ein Drittel der Bevölkerung – waren nach Angaben des National September 11 Memorial & Museum damals zu jung, um sich an die Anschläge erinnern zu können, oder noch nicht geboren.

Mehr Tote durch Spätfolgen als durch Attentate selbst

25 Jahre nach den Anschlägen wächst die Zahl der Menschen weiter, die an den gesundheitlichen Folgen der Anschläge leiden. Nach Angaben der US-Regierung hat die Zahl der Menschen, die infolge von Erkrankungen im Zusammenhang mit dem 11. September gestorben sind, die Zahl der unmittelbar bei den Anschlägen Getöteten inzwischen weit übertroffen.

New York nach den Anschlägen am 11. September. (Archivbild)Beth A. Keiser/AP/dpa

New York nach den Anschlägen am 11. September. (Archivbild)Beth A. Keiser/AP/dpa

© Beth A. Keiser/AP/dpa

Durch den Einsturz der rund 400 Meter hohen Türme und die anhaltenden Brände entstand in Lower Manhattan ein hochgiftiges Gemisch unter anderem aus pulverisiertem Beton, Glas, Gipskarton, verbrannten Kunststoffen und weiteren Schadstoffen. Zehntausende Einsatzkräfte, Helfer, Anwohner und Beschäftigte waren dem Staub und Rauch ausgesetzt. Das staatliche World Trade Center Health Program betreut inzwischen mehr als 150.000 Menschen mit möglichen Folgen dieser Belastung.

Begleitet wird das Gedenken in New York von einem politischen Streit um Bürgermeister Zohran Mamdani. Angehörige einiger Opfer haben in einer Petition gefordert, dass Mamdani der zentralen Gedenkzeremonie am Ground Zero fernbleiben soll. Die Initiatoren werfen ihm unter anderem vor, sich nicht deutlich genug von als extremistisch empfundenen Äußerungen distanziert zu haben. Andere kritisierten das als Kampagne und antimuslimischen Rassismus gegen Mamdani, der der erste muslimische Bürgermeister der Stadt ist.

Rauchschwaden steigen aus einem der Türme des World Trade Centers auf. (Archivbild)Chao Soi Cheong/AP/dpa

Rauchschwaden steigen aus einem der Türme des World Trade Centers auf. (Archivbild)Chao Soi Cheong/AP/dpa

© Chao Soi Cheong/AP/dpa

 Fast 3.000 Menschen kamen durch die verheerenden Attacken vor 25 Jahren ums Leben. (Archivbild)Marty Lederhandler/AP/dpa

Fast 3.000 Menschen kamen durch die verheerenden Attacken vor 25 Jahren ums Leben. (Archivbild)Marty Lederhandler/AP/dpa

© Marty Lederhandler/AP/dpa