Wurzelpetersilie: Muss man die unbedingt schälen?
Krumm, schmal, verzweigt: Wurzelpetersilie zu schälen, kann zur Geduldsprobe werden. Ob der Sparschäler wirklich ran muss und warum beim Kauf kleine Wurzeln ergiebiger sein können.
Wurzelpetersilie muss in der Regel nicht geschält werden – gründliches Abwaschen genügt meistens.Andrea Warnecke/dpa-tmn
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Sie schmeckt deutlich nach Petersilie und bringt dabei sogar noch eine leichte Anisnote auf den Teller: Doch wer sich daran macht, Wurzelpetersilie zu schälen, empfindet das schon mal als Strafe: Die Wurzel ist oft krumm, schmal oder verzweigt. Mit dem Sparschäler kommt man dann schwer in alle Ecken. Doch muss man sie überhaupt wie eine Schwarzwurzel schälen, die im Gegensatz zur Wurzelpetersilienwurzel oft dunkle Verfärbungen hat?
„Schälen ist nicht unbedingt nötig“, meldet das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Vor der Zubereitung der Wurzelpetersilie sollte man sie gründlich unter fließendem Wasser waschen und bei Bedarf mit einer Gemüsebürste von Erdresten befreien. Nur eventuelle Schadstellen müssen herausgeschnitten werden. Anschließend empfehlen die BZfE-Experten, die Enden zu entfernen und die Wurzeln je nach Rezept zu raspeln oder in Scheiben, Stifte oder Würfel zu schneiden.
Von Püree bis Ofengemüse: Das lässt sich aus der Wurzel zaubern
Die weißen Wurzeln können laut der Ernährungsprofis roh oder gegart verwendet werden und lassen sich gut mit anderem Wurzelgemüse wie etwa Möhren kombinieren. Wurzelpetersilie eignet sich als Einlage für Suppen und Eintöpfe, für Salate und Aufläufe sowie als Ofengemüse. Für eine Beilage werden die Wurzeln in dünne Scheiben geschnitten und in wenig Butter gedünstet.
Auch ein cremiges Püree ist schnell gemacht: Das BZfE sagt wie:
- Wurzeln in Stücke schneiden.
- Die Stücke in etwas Brühe, Milch oder einer pflanzlichen Alternative weichkochen. Die Flüssigkeit sollte dabei weitgehend einkochen.
- Anschließend das Gemüse pürieren.
- Mit Butter oder Margarine, Salz und ein wenig Muskat abschmecken.
Was beim Einkauf zählt
Beim Einkauf sollten die Wurzeln fest, knackig und frei von Fäulnis- oder Fraßstellen sein. Und greifen Sie ruhig zu kleineren Wurzeln, rät das BZfE. Denn die sind meist zarter und haben ein feineres Aroma. Vor allem große, ältere Wurzeln können im Kern faserig sein und beim Essen unangenehm auffallen. Am besten scheidet man die Wurzel vorher durch und prüft den Kern auf holzige Stellen und schneidet sie vorsichtshalber heraus. Denn längeres Garen macht stark verholzte Bereiche nicht immer zart.
Ist beim Kauf Laub an der Wurzelpetersilie vorhanden, sollte es frisch aussehen. Und keine Sorge, wenn die Spitze fehlt: Das sei laut der Ernährungsexperten bei Wurzelpetersilie produkttypisch und kein Qualitätsmangel.