Wo bekommen Urlauber am meisten für ihr Geld?
Restaurant, Sonnencreme, Lebensmittel: Es ist nicht zu unterschätzen, was man im Urlaub ausgibt. In einigen Ländern gibt es all das wesentlich günstiger als bei uns - in anderen zahlt man viel mehr.
Geschäfte in der Altstadt von Mykonos: Um die 20 Prozent mehr für sein Geld bekommt man noch in Griechenland.picture alliance/dpa/dpa-tmn
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Wer in der Türkei Urlaub macht, bekommt besonders viel für sein in Deutschland verdientes Geld. Darauf weist der Bankenverband hin. Für einen Euro erhalten Reisende dort Waren und Dienstleistungen, die in Deutschland 1,79 Euro kosten würden.
Von einer guten Kaufkraft profitieren Urlauber demnach auch in Polen (1,47 Euro) und in Ungarn (1,35 Euro). Um die 20 Prozent mehr für sein Geld bekommt man noch in Griechenland und Spanien, und auch in Italien haben Urlauber einen leichten Kaufkraftvorteil.
Kaufkraft als Teil der Urlaubsplanung
Wer bei der Urlaubsplanung mit einem klaren Budget kalkuliert, kann diesen Aspekt neben den Kosten für Anreise und Unterkunft berücksichtigen. Denn: „Je höher die Kaufkraft unseres Euros im Ausland, desto mehr können Sie sich vor Ort leisten“, schreibt der Bankenverband.
Umgekehrt gibt es auch Länder, wo die Kaufkraft geringer ist – in Dänemark gibt es für einen Euro Waren und Dienstleistungen, für die man in Deutschland nur 0,79 Cent zahlen würde. Man hat also rund 20 Prozent weniger Kaufkraft. In der Schweiz sind es sogar fast 40 Prozent. In Frankreich und Österreich wiederum ist das Preisniveau ungefähr auf dem von Deutschland.
Der Bankenverband hat für seinen Vergleich auf Daten der OECD zurückgegriffen, die die Preisniveau-Unterschiede zwischen ihren 38 Mitgliedsstaaten regelmäßig ermittelt.
Bundesamt hat Hotel- und Restaurantkosten verglichen
Einen anderen, für Urlauber spannenden Vergleich hat das Statistische Bundesamt jüngst veröffentlicht: Die Behörde hatte sich angeschaut, wie das Preisniveau für Gaststättenbesuche und Hotelaufenthalte in ausgewählten Urlaubsländern im Vergleich zu Deutschland ist.
Dabei zeigte sich, dass diese Dienstleistungen im Süden Europas größtenteils günstiger sind als hierzulande. In der Türkei beispielsweise um 33 Prozent, in Portugal um 30 Prozent und in Spanien um 22 Prozent. Ganz vorn lagen Nordmazedonien und Bulgarien mit 52 bzw. 47 Prozent.
Mehr kosten Übernachtungen in Hotels und Besuche in Restaurants unter anderem in den Benelux-Staaten, in Finnland und Schweden. Wesentlich teurer im Vergleich zu Deutschland wird es dem Bundesamt zufolge in Dänemark (plus 29 Prozent), Norwegen (34 Prozent) sowie der Schweiz und Island (je 49 Prozent).