Panorama

Winterferien starten – Staugefahr auf Routen in die Alpen

Skiurlauber dürften am Wochenende für volle Straßen Richtung Berge sorgen. Wo und wann sind Staus besonders wahrscheinlich?

26.01.2026

Am kommenden Wochenende (30. Januar bis 1. Februar) dürften die Strecken in die Wintersportregionen voller werden.dpa-infografik GmbH/dpa-tmn

Am kommenden Wochenende (30. Januar bis 1. Februar) dürften die Strecken in die Wintersportregionen voller werden.dpa-infografik GmbH/dpa-tmn

© dpa-infografik GmbH/dpa-tmn

Ski und Rodel gut? Ferien voraus? Dann sind auch Staus nicht weit. So werden sich am kommenden Wochenende (30. Januar bis 1. Februar) viele Winterurlauber mit dem Auto auf den Weg machen und das füllt die Strecken in Richtung Alpen und Mittelgebirge. 

Aber auch die Wege zu den Küsten dürften merklich befahren werden, erwarten der Auto Club Europa (ACE) und der ADAC. Nicht nur auf diesen Strecken kann es länger dauern - auch das Winterwetter kann jetzt in der Breite jederzeit für Verzögerungen sorgen. Und ist da ja nicht auch noch der Berufsverkehr am Freitagnachmittag?

So läuft der Verkehr am Freitag, Samstag und Sonntag

Ja, und zum typischen Berufsverkehr ab Mittag werden sich schon die ersten Urlaubsstarter gesellen. Der ACE geht gerade in Ballungsräumen und speziell im Großraum Berlin von hoher Staugefahr im Feierabendverkehr aus.

Am Samstagvormittag erwartet der ACE ebenfalls ein „erhöhtes Verkehrsaufkommen“ Richtung Alpen (A 7, A 8, A 9, A 95 und A 99) sowie Fichtelgebirge, Harz und Tschechien. Bereits ab dem späten Vormittag sei zudem mehr Rückreiseverkehr unterwegs. Die Staugefahr bleibe moderat.

Am Sonntag wollen vermutlich viele wieder heim, was sich bis in den Abend hinein am stärkeren Rückreiseverkehr bemerkbar machen dürfte, so der ACE. Abhängig vom Wetter machen sich auch Tagestouristen auf den Weg.

Staugefahr durch Baustellen, Vollsperrungen und Witterung

Länger dauern kann es im Bereich von Baustellen: Die Jahreszeit sorge zwar für weniger – der ADAC nennt aktuell rund 544 – dennoch können sie für Verzögerungen sorgen. Allerdings dürfte die Staugefahr durch die Baustellentätigkeit relativ gering ausfallen, so der Autoclub. 

Auch Vollsperrungen und entsprechende Umleitungen sind ursächlich dafür, dass es mancherorts länger dauern kann. Nicht zuletzt ist aktuell immer wieder mit winterlicher Witterung und entsprechenden Verzögerungen zu rechnen.

Der ACE und der ADAC erwarten auf folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):

In Österreich und in der Schweiz sind es vor allem Wintersportler, die auf dem Weg zu ihren Zielen sind oder sich auf den Heimweg machen. Darunter dürften auch viele Urlauber aus Deutschland sein, die an- oder abreisen.

Der ADAC erwartet das höchste Verkehrsaufkommen für den Samstag und Sonntag in den Vormittags- und späten Nachmittagsstunden.

Insbesondere nennt der Autoclub in Österreich die West-, Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn sowie die Fernpass-Route, die Arlbergschnellstraße sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen.

Auch in der Schweiz sind viele Skitouristen unterwegs

In der Schweiz müsse auf der Gotthard- und der San-Bernardino-Route, den Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz mit längeren Wartezeiten gerechnet werden. Auch die Routen Bern – Zürich – St. Margarethen und Basel – Zürich – Chur sind demzufolge staugefährdet. 

Weiterhin Stauschwerpunkte auf Österreichs Autobahnen

Probleme drohen auf wichtigen Autobahnen in Österreich weiterhin durch Baustellen. Das gilt etwa für die Brennerautobahn aufgrund der Generalsanierung der Luegbrücke. Daher kann es gerade zu Stoßzeiten immer wieder zu Verzögerungen und Staus kommen. Der ADAC stellt online weitere Informationen bereit. Auch auf dem nicht mehr grundsätzlich gesperrten Reschenpass (B 180) ist weiterhin mit Behinderungen zu rechnen.

Zudem sind im Bundesland Tirol die gesamte Wintersaison hindurch Fahrverbote für den Ausweichverkehr in Kraft – die betroffenen Strecken und Zeiten lassen sich auf der Informationsseite des Bundeslands Tirol ansehen.

Wartezeiten an den Grenzen sind weiter möglich

Im vergangenen Frühjahr wurden die Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen verschärft. Allerdings soll der Pendel- und Reiseverkehr laut ADAC möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Kontrollen seien stichprobenartig, nicht alle Fahrzeuge würden angehalten.

Dennoch kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A3), Walserberg (A8) und Kiefersfelden (A93) – zu Wartezeiten kommen.

Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Internetseite der Asfinag ansehen.