Panorama

Weniger Stau in NRW-Sommerferien – Spritpreise als Ursache

Die Sommerferien in NRW begannen in diesem Jahr relativ spät. Direkt nach dem Schuljahresende gab es mehr Stau als im Vorjahr. Die „Geduldsproben“ für Autofahrer nahmen aber insgesamt ab.

01.09.2026

Zwei Bildschirme zeigen in der Verkehrszentrale Leverkusen der Autobahn GmbH des Bundes Landkarten und Bilder von Autobahnkameras. (Symbolbild)Henning Kaiser/dpa

Zwei Bildschirme zeigen in der Verkehrszentrale Leverkusen der Autobahn GmbH des Bundes Landkarten und Bilder von Autobahnkameras. (Symbolbild)Henning Kaiser/dpa

© Henning Kaiser/dpa

Auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen hat der ADAC in den Sommerferien dieses Jahres deutlich weniger Stau mit Rückgängen um bis zu 22 Prozent festgestellt. Ein Grund für die geringere Häufigkeit und Dauer könnten hohe Spritpreise sein, sagt ADAC-Verkehrsexperte Roman Suthold.

Hohe Spritpreise sorgte für weniger Verkehr

Wenn weniger Menschen mit dem Auto in den Urlaub fahren oder auf einzelne Freizeitfahrten verzichten, wirke sich das auch auf die Stauzahlen aus. Schon rund um die Osterferien habe sich gezeigt, dass bei hohen Kraftstoffkosten weniger Reise- und Ausflugsverkehr auf den Straßen verzeichnet werde. 

Verkehrsexperte Roman Suthold vom ADAC Nordrhein. (Archivbild)-/ADAC Nordrhein/dpa

Verkehrsexperte Roman Suthold vom ADAC Nordrhein. (Archivbild)-/ADAC Nordrhein/dpa

© -/ADAC Nordrhein/dpa

Die Staudauer ging in den sechs Ferienwochen um 22 Prozent auf rund 13.200 Stunden gegenüber den Sommerferien 2025 zurück, wie der ADAC im Detail mitteilte. Die Zahl der Staumeldungen sank um knapp 11 Prozent auf 15.700. Die Gesamtstaulänge nahm um mehr als 15 Prozent auf gut 21.300 Kilometer ab.

Das letzte Wochenende der Sommerferien und das erste unmittelbar vor dem offiziellen Ferienstart waren die staureichsten der sieben untersuchten Wochenenden. Dabei ist der Freitag jeweils einbezogen. Ausgerechnet zum Ferienauftakt habe es diesmal jedoch mehr Stau gegeben als im Vorjahr. 

Nach dem Schuljahresende in den Stau 

Der 17. Juli, der letzte Tag des alten Schuljahres, an dem viele Familien direkt in die Ferien starteten, war auch der staureichste Tag. Den längsten NRW-Stau in den Sommerferien verzeichnete der ADAC am 17. Juli auf der A44 (Dortmund Richtung Kassel) ab der Anschlussstelle Büren. Er war 30 Kilometer lang. 

Die meisten Staumeldungen in den sechs Wochen NRW-Sommerferien entfielen auf die A1, A3, A40, A42 und A4. Die A1 führt auch die Statistik der längsten NRW-Staus in der Summe in den diesjährigen Sommerferien an. Der ADAC nutzt zur Stauermittlung Fahrzeugflotten mit ihren Geschwindigkeitsdaten.