Weltkriegsbombe in Köln - Krankenhaus wird evakuiert
Wegen einer Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg muss ein Krankenhaus in Köln geräumt werden. Auch Schulen und Kitas bleiben geschlossen.
Am Montag soll ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg in Köln entschärft werden. (Illustration)Oliver Berg/dpa
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Wegen der geplanten Entschärfung einer Weltkriegsbombe muss am Montag im Kölner Stadtteil Lindenthal ein Krankenhaus evakuiert werden. Auch Schulen und Kitas im Evakuierungsbereich bleiben nach Angaben der Stadtverwaltung geschlossen, außerdem müssen 4.100 Anwohner ihre Wohnungen verlassen.
Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war am Freitag bei Bauarbeiten gefunden worden. Es handelt sich um eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe - und damit um einen besonders großen Blindgänger.
Krankenhaus mit Intensivstation wird geräumt
Die Stadt Köln hatte am Freitag einen Bereich festgelegt, der für die Entschärfung evakuiert werden muss. In dem Bereich mit einem Radius von 500 Metern liegt unter anderem das St. Elisabeth-Krankenhaus. Mehr als 100 Krankenfahrten seien nötig, um Patienten in umliegende Kliniken zu bringen, sagte ein Sprecher der Stadt.
Besonders aufwendig sei der Transport von elf Patienten, die auf der Intensivstation liegen und beatmet werden müssen. Auch Untersuchungstermine und OP-Termine müssten abgesagt werden, schrieb das Krankenhaus auf seiner Homepage.
Eine Weltkriegsbombe, die im Juli 2025 in Köln entschärft wurde. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa
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Alle Schulen und Kitas in dem Bereich bleiben am Montag ganztägig geschlossen. „Die Stadt Köln bittet alle Eltern, sich darauf vorzubereiten“, hieß es am Wochenende. Wie viele Kinder und Jugendliche davon betroffen sind, konnte die Stadt nicht sagen.
Für die Menschen aus dem Stadtteil Lindenthal soll eine Anlaufstelle in einer nahegelegenen Realschule eingerichtet werden, die um 9.00 Uhr öffnet - auch dort fällt deshalb der Unterricht aus. Wann die Menschen zurück in ihre Wohnungen und an ihre Arbeitsplätze können, ist nach Angaben eines Stadtsprechers unklar. Es gebe noch keinen genauen Zeitplan für die Entschärfung.
Noch viele Blindgänger in Nordrhein-Westfalen
In Nordrhein-Westfalen werden jedes Jahr Hunderte Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die meisten werden durch die Auswertung von Luftbildern oder bei Bauarbeiten entdeckt. In Nordrhein-Westfalen gibt es noch sehr viele Blindgänger, weil die Städte an Rhein und Ruhr wichtige Industriestandorte und somit im Zweiten Weltkrieg häufige Ziele von Luftangriffen waren.