Panorama

Was Skifahrer im freien Gelände im Rucksack haben sollten

Von Piepser bis Rettungsdecke: Welche Ausrüstung Skifahrer abseits der Piste brauchen – und warum Wissen genauso wichtig ist wie Technik.

15.01.2026

Mit Pickel und Steigeisen aufsteigen, später unberührte Hänge abfahren: Für solche Touren braucht es die nötige Lawinennotfallausrüstung.picture alliance/dpa

Mit Pickel und Steigeisen aufsteigen, später unberührte Hänge abfahren: Für solche Touren braucht es die nötige Lawinennotfallausrüstung.picture alliance/dpa

© picture alliance/dpa

Abseits der Skipisten besteht immer das Risiko von Lawinen. Wer viel im freien Gelände fährt oder Skitouren macht, sollte deshalb ein Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS-Gerät), eine Sonde und eine Schaufel dabei haben – und wissen, wie man sie benutzt. „Das ist der Standard der Lawinennotfallausrüstung“, sagt Stefan Winter vom Deutschen Alpenverein.

Das LVS-Gerät erfüllt zwei Funktionen: Einerseits sendet es Signale, wenn man verschüttet wurde. So kann man geortet werden. Andererseits kann es auch Signale empfangen, wenn andere von einer Lawine verschüttet wurden und man sie sucht.

Decken und Airbags

Auch ein Erste-Hilfe-Set und eine Rettungsdecke sollten im Rucksack sein, ebenso ein aufgeladenes Smartphone, so der Ski- und Bergführer, der seit 30 Jahren beim Alpenverein tätig ist.

Immer häufiger genutzt wird der sogenannte Lawinenairbag. Rechtzeitig ausgelöst, kann er helfen, dass man an der Oberfläche bleibt und nicht unter den Schneemassen begraben wird. „Das ist eine optionale Zusatzausrüstung“, sagt Winter.

Wissen aneignen

Mindestens ebenso wichtig wie die Ausrüstung ist aber das Wissen, wie Lawinen entstehen und wie man das Risiko am Berg bestmöglich abschätzt. Hier spielen Faktoren wie die Hangsteilheit, die Ausrichtung des Hangs und die Zusammensetzung der Schneedecke eine Rolle. 

Das wird ebenso wie die Nutzung der Ausrüstung in Kursen vermittelt, die etwa die Alpenvereine aber auch Skischulen anbieten.