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Waldbrände in Frankreich: Campingurlaub gut vorbereiten

Wer mit dem Camper in den Urlaub fährt, sollte vorab die Waldbrandgefahr auf der Route prüfen. Das gilt insbesondere, wenn es jetzt Richtung Frankreich geht. Was Sie vor Abreise noch checken sollten.

28.07.2026

Waldbrandgefahr in vielen europäischen Ländern: Bevor Urlauber ihre Campingreise starten, sollten sie die Lage entlang ihrer Route sowie am Zielort prüfen.picture alliance / dpa Themendienst

Waldbrandgefahr in vielen europäischen Ländern: Bevor Urlauber ihre Campingreise starten, sollten sie die Lage entlang ihrer Route sowie am Zielort prüfen.picture alliance / dpa Themendienst

© picture alliance / dpa Themendienst

An der Atlantikküste im Südwesten Frankreichs kommt es derzeit zu großflächigen Waldbränden mit erheblicher Rauchentwicklung. Darauf hat das Auswärtige Amt am Montag aufmerksam gemacht. Betroffen sind unter anderem Gebiete der Landes und der Gironde, südlich von Bordeaux. 

In der Gironde gilt die höchste Warnstufe fünf von fünf. Urlauber vor Ort sollten demnach unbedingt Anweisungen der Feuerwehr, der Sicherheits- und Rettungskräfte und der lokalen Behörden befolgen. 

Tipp: Die Webseiten der Präfekturen der Gironde und der Landes informieren zu behördlichen Maßnahmen vor Ort. Evakuierungsmaßnahmen in den betroffenen Gebieten werden zudem unter anderem über FR-Alert per Smartphone kommuniziert. Weitere Informationen bietet die Webseite Feux de forêts et d’espaces naturels.

Route vor der Abreise prüfen

Auch in anderen europäischen Ländern wie Spanien und Italien ist derzeit die Waldbrandgefahr hoch. Bevor Urlauber ihre Reise mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen starten, sollten sie daher die Lage entlang ihrer Route sowie am Zielort prüfen. Dazu rät die Verbraucherzentrale NRW. 

Hinweise dazu gibt es unter anderem bei den örtlichen Behörden sowie auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes - etwa hier für Spanien, Italien und Portugal. Sinnvoll sei es laut Verbraucherzentrale zudem, den gebuchten Campingplatz zu kontaktieren und nach aktuellen Sicherheitsvorkehrungen vor Ort zu fragen. 

Wichtig: Auch während der Reise sollte man die aktuelle Lage im Blick behalten, auf dem Smartphone Warnmeldungen aktivieren sowie Warnhinweise vor Ort ernst nehmen. Führt die Reise durch gefährdete Regionen, sollten Urlauber möglichst flexibel planen und alternative Stellplätze sowie Routen einbeziehen, raten die Verbraucherschützer.

Übrigens: Einen Überblick zu Waldbränden in Europa bieten unter anderem die Satellitendaten des Europäischen Waldbrand-Informationssystem (EFFIS). Befindet sich das Reiseziel in Deutschland, kann man sich beim Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes informieren.

Reise vorbereiten - Versicherungsschutz prüfen

Wer für seine Reise einen Camper mietet, sollte genau prüfen, welcher Versicherungsschutz im Mietvertrag eingeschlossen ist - ob Schäden durch Feuer und Naturereignisse ausreichend abgedeckt sind sowie eine mögliche Selbstbeteiligung und Ausschlüsse genannt werden.

Wer mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs ist, sollte ebenfalls seinen Versicherungsschutz mit Blick auf Naturkatastrophen und Waldbrände vor der Abreise überprüfen. Grundsätzlich gilt laut Verbraucherzentrale: 

  • Die Kfz-Haftpflichtversicherung, die gesetzlich vorgeschrieben ist, ersetzt nur Schäden, die anderen zugefügt werden.
  • Um Schäden am eigenen Camper zu versichern, ist in der Regel eine Teil- oder Vollkaskoversicherung nötig.

Neben dem Fahrzeug selbst sollte man auch an die mitgeführten persönlichen Gegenstände denken. Sie sind über die Hausratversicherung im Rahmen der Außenversicherung häufig nicht geschützt. Daher sollte man laut Verbraucherzentrale NRW über eine Inhaltsversicherung nachdenken. Diese kann beweglichen Besitz im Fahrzeug unter anderem gegen Brand, Diebstahl und Unwetterschäden absichern. 

Allerdings sind demnach Fahrräder, Gegenstände im Vorzelt sowie Wertgegenstände oft gar nicht oder nur eingeschränkt versichert - daher sollte man die Versicherungsbedingungen genau durchlesen.

Was ist, wenn man selbst einen Brand auslöst?

Die Privathaftpflichtversicherung kann zudem vor finanziellen Folgen schützen, wenn man durch Fahrlässigkeit selbst einen Brand verursacht hat, schreibt der Bund der Versicherten (BdV). Der Versicherungsschutz gilt laut BdV als unverzichtbar. Die Experten empfehlen hier mindestens 15 Millionen Euro pauschal für Sach-, Personen- und Vermögensschäden.

Knapp ein Drittel der Waldbrände wird laut der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Bundesverband durch Menschen und ihr fahrlässiges Verhalten verursacht, etwa durch eine achtlos weggeworfene Zigarette.

Tipp: Sollte das Wohnmobil, der Wohnwagen oder Inventar beschädigt worden sein, sollte man die Schäden umfassend fotografieren und seiner Versicherung umgehend melden.