Panorama

Vier Jahre Haft für lebensgefährliche Eifersuchtsattacke

Nach einer Messerattacke aus Eifersucht verurteilt das Landgericht Düsseldorf einen 49-Jährigen zu vier Jahren Haft. Das Opfer überlebte die Attacke auf offener Straße knapp.

20.04.2026

Gericht ahndet Eifersuchtsattacke mit vier Jahren Haft (Archivbild) Marius Becker/dpa

Gericht ahndet Eifersuchtsattacke mit vier Jahren Haft (Archivbild) Marius Becker/dpa

© Marius Becker/dpa

Nach einer lebensgefährlichen Messerattacke aus Eifersucht ist ein 49-Jähriger in Düsseldorf zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht sprach ihn wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung schuldig.

Er habe Ende Oktober 2025 in Düsseldorf den neuen Partner seiner Ex-Freundin auf offener Straße angegriffen und schwer verletzt. Das 46 Jahre alte Opfer sei dabei durch mehrere Stiche getroffen worden und habe potenziell lebensgefährliche Verletzungen erlitten.

Angeklagter bestreitet Tötungsabsicht

Der deutsche Angeklagte hatte die Tat im Prozess eingeräumt, jedoch bestritten, dass er sein Opfer töten wollte. Er habe dem Nebenbuhler lediglich „eine Lektion erteilen“ wollen, hatte er ausgesagt. Das Gericht glaubte ihm nicht und geht von einem fehlgeschlagenen Tötungsversuch aus.

Die Frau hatte sich wenige Monate vor der Tat nach einer langjährigen Beziehung von dem 49-Jährigen getrennt. Am Tattag waren die beiden Männer zunächst in der gemeinsamen Wohnung in Streit geraten, in der das Ex-Paar nach wie vor wohnte. Später habe der Angeklagte ein Küchenmesser genommen und den Rivalen auf der Straße attackiert.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Die Staatsanwältin hatte dreieinhalb Jahre Haft beantragt, der Nebenkläger sechs Jahre. Der Verteidiger hatte sich für eine milde Strafe ausgesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Gericht wertet Messerattacke als Tötungsversuch (Archivbild)Martin Gerten/dpa

Gericht wertet Messerattacke als Tötungsversuch (Archivbild)Martin Gerten/dpa

© Martin Gerten/dpa