Panorama

Viele Verletzte bei Messerattacke an Schule in Polen

Schock im polnischen Ostroleka: Ein 19-Jähriger sticht mit einem Messer zu, Schüler und Lehrer werden verletzt. Was Zeugen berichten und wie die Stadt jetzt reagiert.

07.10.2026

Ein Streifenwagen der polnischen Polizei (Policja) steht auf einer Straße. (Symbolbild)Doris Heimann/dpa

Ein Streifenwagen der polnischen Polizei (Policja) steht auf einer Straße. (Symbolbild)Doris Heimann/dpa

© Doris Heimann/dpa

Bei einer Messerattacke an einer Berufsschule in Polen sind mindestens acht Menschen verletzt worden, davon zwei sehr schwer. Der mutmaßliche Täter, ein 19-Jähriger, sei festgenommen worden, sagte eine Polizeisprecherin dem Sender Polsat News. Die Verletzten, darunter sowohl Schüler als auch Lehrer, wurden mit Krankenwagen und Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht. Zu dem Angriff kam es in einem Berufsschulzentrum in der Stadt Ostroleka in der Woiwodschaft Masowien, knapp 100 Kilometer nördlich von Warschau.

Zeugen hörten Hilferufe

Nach Augenzeugenberichten soll der junge Mann ein Messer in der Hand gehalten und Menschen angegriffen haben. Die Attackierten hätten „Hilfe“ und „Ruft die Polizei“ geschrien. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste seien zum Unglücksort geeilt. Einige Schüler hätten sich in den Klassenzimmern verbarrikadiert. Nach dem Angriff habe der Täter das Schulgelände verlassen, hieß es. Er sei etwa eine halbe Stunde später nach einer Fahndungsaktion am Stadtrand festgenommen worden, sagte die Polizeisprecherin.

Zum möglichen Motiv des Täters wird noch ermittelt. Der Verdächtige habe sich auch selbst verletzt und werde medizinisch versorgt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Die Nachrichtenagentur PAP berichtete unter Berufung auf das Polizeipräsidium der Woiwodschaft, dass der junge Mann selbst Schüler an der Berufsschule sei. Sein Rucksack wurde sichergestellt und sollte zunächst von Experten auf Sprengstoff untersucht werden.

Psychologische Hilfe angeboten 

Der Bürgermeister von Ostroleka, Pawel Niewiadomski, betonte, dass die Lage unter Kontrolle sei. Er kündigte psychologische Unterstützung für die betroffenen Schüler und Lehrer an: „Besondere Aufmerksamkeit werden wir denjenigen Schülern widmen, die am eigenen Leib starken Stress oder ein Gefühl der Bedrohung erlebt haben.“ Zudem bat der Stadtpräsident darum, keine unbestätigten Informationen zu verbreiten. Das Berufsschulzentrum in der Stadt mit rund 48.000 Einwohnern bleibt bis auf weiteres geschlossen.