Panorama

Viel Rückreiseverkehr - diese Routen füllen sich

Staugefahr im Süden und im Norden: Wintersportler, Ferienrückkehrer und eine Vollsperrung des Elbtunnels könnten das Wochenende für Autofahrer zur Geduldsprobe machen - wo wird’s eng?

16.02.2026

Rückreiseverkehr: Wintersportler und Ferienrückkehrer sorgen auf den Autobahnen für volle Straßen.dpa-Infografik Gmbh/dpa-tmn

Rückreiseverkehr: Wintersportler und Ferienrückkehrer sorgen auf den Autobahnen für volle Straßen.dpa-Infografik Gmbh/dpa-tmn

© dpa-Infografik Gmbh/dpa-tmn

Auf einigen Autobahnen vor allem im Süden und im Norden der Republik wird es am kommenden Wochenende (20. bis 22. Februar) voll. Das betrifft vor allem Rückreiserouten aus den Wintersportorten der Alpen in Richtung Norden. Aber auch in umgekehrter Richtung dürfte es zuweilen wuseliger werden.

Die Ursache dafür, dass laut ADAC „einiges los“ sein dürfte, liegt am „Kehraus in den Skigebieten“, wie es wiederum der Auto Club Europa (ACE) formuliert. Denn in manchen Bundesländern und in einigen Nachbarländern enden die Faschingsferien.

Dieser Umstand füllt die Rückreiserouten Richtung Norden, Nordosten und Nordwesten - vor allem am Samstag und am Sonntag. Wiederum machen sich in umgekehrter Reihenfolge Reisende auf, die sich nicht nach etwaigen Ferien richten müssen. Faustformel vom ADAC: Insgesamt dürften die Autobahnen in nördlicher Richtung deutlich stärker belastet sein als die in südlicher.

Vollsperrung des Elbtunnels am Wochenende

Doch „abseits der Skiurlauberstrecken“ erwartet der ADAC „keine größeren Probleme“. Mit einer wichtigen Ausnahme: die Vollsperrung des Elbtunnels am Wochenende. Ab Freitag (22.00 Uhr) ist die A 7 zwischen den Anschlussstellen Heimfeld (32) und Stellingen (26) in beiden Richtungen bis Montagmorgen (5.00 Uhr) Uhr voll gesperrt.

Die Tage in der Übersicht:

  • Freitag: Ab den frühen Mittagsstunden rechnet der ACE mit ansteigendem Verkehr - auch die Staugefahr wächst. Wie stets sind vor allem die Strecken rund um die Ballungsräume und die Fernverkehrsstraßen betroffen. Ruhiger wird es demnach erst am Abend. Im Großraum Hamburg steht ab 22.00 Uhr die erwähnte Sperrung des Elbtunnels an. 
     
  • Samstag: Ab Vormittag rechnet der ACE unter anderem auf folgenden Strecken mit einem „moderat erhöhten“ Verkehrsaufkommen: A 8 (Karlsruhe Stuttgart – München – Salzburg) und A 93 (Rosenheim – Kiefersfelden), A 7 (Ulm – Füssen) und A 81 (Würzburg – Stuttgart – Singen). Auch die A 95 (München – Garmisch-Partenkirchen) und die A 99 (Münchner Ring) sind betroffen.

    In umgekehrter Richtung rechnet der ACE ab dem späten Vormittag hingegen mit viel Rückreiseverkehr. Staus seien bis in den späteren Nachmittag möglich - „teils auch längere Verzögerungen“ sind möglich. Das Ferienende in Mittel- und Südholland, Belgien und Luxemburg bringe auch auf den Süd-Nord-Verbindungen (A 3 und A 61) dichten Rückreiseverkehr mit sich.
     
  • Sonntag: Ab Mittag dürfte es voll werden. So machen sich Rückreisende ebenso auf den Weg wie Tages- und Wochenendausflügler. Die am stärksten betroffenen Strecken dürften mit denen des Vortages identisch sein. Doch am Sonntag stehe dabei jedoch der späte Nachmittag und frühe Abend im Fokus.
     

Winterwetter kann die Reise noch mal ungeplant verlängern

Durch Winterwetter kann es regional zu Behinderungen kommen. Und: „Bei Schnee- oder Eisregen erhöht sich die Staugefahr erheblich“, so der ADAC. Abgesehen vom Elbtunnel spielen überregional bedeutsame Vollsperrungen derzeit eine untergeordnete Rolle, auch Baustellen gibt es verhältnismäßig wenige - der ADAC zählt aktuell 586. 

Der ACE und der ADAC erwarten auf folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):

Auch in Österreich sind es vor allem Wintersportler, die auf dem Weg zu ihren Zielen sind oder sich auf den Heimweg machen. Darunter dürften auch viele Urlauber aus Deutschland sein, die an- oder abreisen. Aber auch regional enden etwa in Oberösterreich und Steiermark die Ferien - das sorgt für Trubel.

Der ADAC erwartet das höchste Verkehrsaufkommen für den Samstag und Sonntag in den Vormittags- und späten Nachmittagsstunden.

Insbesondere nennt der Autoclub in Österreich die West-, Inntal- und Brennerautobahn sowie die Fernpass-Route, die Arlbergschnellstraße sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen. Zudem wird der Verkehrsfluss über den Achenpass mit Ampeln geregelt.

Weiterhin Stauschwerpunkte auf Österreichs Autobahnen

Probleme drohen auf wichtigen Autobahnen in Österreich weiterhin durch Baustellen. Das gilt etwa für die Brennerautobahn aufgrund der Generalsanierung der Luegbrücke. Daher kann es gerade zu Stoßzeiten immer wieder zu Verzögerungen und Staus kommen. Der ADAC stellt online weitere Informationen bereit. Auch auf dem nicht mehr grundsätzlich gesperrten Reschenpass (B 180) ist weiterhin mit Behinderungen zu rechnen.

Zudem sind in der Wintersaison hindurch Fahrverbote für den Ausweichverkehr am Wochenende in Kraft – so unter anderem im Bundesland Tirol. Die betroffenen Strecken und Zeiten lassen sich auf der Informationsseite des Bundeslands Tirol ansehen. Ähnliches gilt in Vorarlberg - wozu das Bundesland auch eine Seite im Netz hat.

Auch in der Schweiz sind viele Skitouristen unterwegs

Der ACE rechnet auf den Transitstrecken sowohl am Samstagvormittag als auch am Sonntagnachmittag vor allem auf den Transitstrecken mit Verzögerungen und Staus - ein Nadelöhr dabei ist der Gotthardtunnnel. Auch der ADAC nennt in seiner Stauprognose als Schwerpunkte die Gotthard- die der San-Bernardino-Route, die Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz. Auch die Routen Bern – Zürich – St. Margarethen und Basel – Zürich – Chur sind demzufolge staugefährdet. 

Wartezeiten an den Grenzen sind weiter möglich

Im Frühjahr 2025 wurden die Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen verschärft. Allerdings soll der Pendel- und Reiseverkehr laut ADAC möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Kontrollen seien stichprobenartig, nicht alle Fahrzeuge würden angehalten.

Dennoch kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A3), Walserberg (A8) und Kiefersfelden (A93) – zu Wartezeiten kommen.

Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Website der Asfinag ansehen.