Panorama

Urteil im Prozess gegen falschen Notfallsanitäter möglich

Ein Kraftfahrer fälscht Urkunden, um als Notfallsanitäter zu arbeiten - ohne Qualifikation. Ein Einsatz endet tödlich. In dem Prozess in Kleve könnte es schon jetzt unerwartet zügig ein Urteil geben.

23.07.2026

Plädoyers und Urteil sind schon nach wenigen Verhandlungstagen in Sicht. (Archivbild) Fabian Strauch/dpa

Plädoyers und Urteil sind schon nach wenigen Verhandlungstagen in Sicht. (Archivbild) Fabian Strauch/dpa

© Fabian Strauch/dpa

Im Fall eines falschen Notfallsanitäters, der ohne die erforderliche Qualifikation in zahlreichen Einsätzen tätig war, könnte es in Kleve schneller als geplant schon heute zu einem Urteil kommen. Die Anklage wirft dem 30-Jährigen in einem Fall Totschlag, bei einem weiteren Einsatz gefährliche Körperverletzung sowie Urkundenfälschung vor. 

Ein Sprecher des Landgerichts Kleve am Niederrhein sagte, sollte die Beweisaufnahme weiter zügig voranschreiten, sei noch im Tagesverlauf von Plädoyers und Urteil auszugehen. 

Laut Staatsanwaltschaft soll der gelernte Berufskraftfahrer sich mit gefälschten Papieren Jobs zunächst als Rettungssanitäter, später als Notfallsanitäter erschlichen haben. Bei einem Einsatz im August 2025 in Kamp-Lintfort sei nach einem seiner Einsätze ein schwer kranker Mann gestorben. Der Deutsche räumte bei Prozessbeginn vor einer Woche ein, dass er sich wiederholt mit falschen Unterlagen als Notfallsanitäter ausgegeben habe. Er habe aber nicht schaden, sondern Menschen helfen wollen.