Panorama

Unfall mit zwei Toten - Prozess wegen illegalen Autorennens

Im Dezember 2023 kommen eine Mutter und ihre Tochter bei einem Unfall ums Leben. Ihr Wagen wurde von einem Auto gerammt. Der Fahrer soll sich mit einem anderen Mann ein Rennen geliefert haben.

20.02.2026

Nun beginnt der Prozess gegen zwei Angeklagte wegen eines illegalen Autorennens mit Todesfolge. Sascha Thelen/dpa

Nun beginnt der Prozess gegen zwei Angeklagte wegen eines illegalen Autorennens mit Todesfolge. Sascha Thelen/dpa

© Sascha Thelen/dpa

Mehr als zwei Jahre nach dem Unfalltod zweier Frauen beginnt am Freitag (9.30 Uhr) vor dem Kölner Landgericht der Prozess gegen zwei Angeklagte wegen eines illegalen Autorennens mit Todesfolge. Die beiden jungen Männer sollen sich auf der Autobahn 555 zwischen Köln und Bonn ein Rennen geliefert haben. Dabei kollidierte eines der hochmotorisierten Fahrzeuge mit einem Kleinwagen, in dem eine Mutter und ihre Tochter saßen - beide kamen ums Leben. 

Die beiden Frauen waren Anfang Dezember 2023 spätabends mit Tempo 100 auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs, als die beiden Angeklagten von hinten angerast gekommen sein sollen. Laut Anklage fuhren die heute 22-Jährigen immer wieder nebeneinander her und überholten sich gegenseitig. Kurz vor der Auffahrt Wesseling sollen sie ihre Autos auf eine Geschwindigkeit von mehr als 200 Stundenkilometern beschleunigt haben, obwohl dort nur Tempo 120 erlaubt war.

Kleinwagen explodierte und brannte aus

Beide Fahrer sollen dann in einem Wettstreit versucht haben, den Kleinwagen rechts über den Standstreifen zu überholen, und dabei die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verloren haben. Eines der Autos soll den Kleinwagen gerammt haben, der daraufhin explodierte und ausbrannte. Die 49 und 23 Jahre alten Frauen starben noch an der Unfallstelle.

Der Prozess gegen die deutschen Angeklagten sollte ursprünglich vor dem Amtsgericht Brühl stattfinden, dieses hat den Fall wegen des besonderen Umfangs jedoch an das Kölner Landgericht abgegeben. Für den Prozess sind insgesamt neun Verhandlungstage bis Mitte April angesetzt.