US-Schauspieler Stiller: „Krieg ist kein Film“
Immer wieder nutzt die US-Regierung bekanntes Film- oder Musikmaterial für eigene Videoclips - wohl ohne zu fragen. Jetzt beschwert sich deswegen Schauspieler Ben Stiller.
US-Schauspieler Ben Stiller will nicht, dass die US-Regierung Material aus seinen Filmen verwendet. (Archivbild)Richard Shotwell/Invision/AP/dpa
© Richard Shotwell/Invision/AP/dpa
Der US-Schauspieler Ben Stiller („Nachts im Museum“) hat das Weiße Haus gebeten, einen Ausschnitt aus seinem Film „Tropic Thunder“ aus einem Videoclip zum Iran-Krieg zu entfernen. „Wir haben euch nie die Genehmigung gegeben und haben kein Interesse daran, ein Teil eurer Propaganda-Maschinerie zu sein“, schrieb Stiller auf der Plattform X. „Krieg ist kein Film.“
Das Weiße Haus hatte den Videoclip ebenfalls via X rund eine Woche nach Beginn des Iran-Kriegs veröffentlicht und mit den Worten „Gerechtigkeit auf amerikanische Art“ kommentiert. Der Clip zeigt Ausschnitte aus verschiedenen Filmen – neben „Tropic Thunder“ unter anderem „Top Gun“ und „Iron Man 2“ – vermischt mit realen Szenen beispielsweise von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. Für die 2008 veröffentlichte Actionkomödie „Tropic Thunder“ schrieb Stiller das Drehbuch, produzierte, führte Regie und spielte die Hauptrolle.
Hey White House, please remove the Tropic Thunder clip. We never gave you permission and have no interest in being a part of your propaganda machine. War is not a movie. https://t.co/dMQqRxxVCa
— Ben Stiller (@BenStiller) March 6, 2026
Die US-Regierung hat in der Vergangenheit bereits mehrfach bekanntes Musik- oder Filmmaterial verwendet. Immer wieder haben deswegen Stars, wie zuletzt beispielsweise die Sängerin Sabrina Carpenter, sich über die ungefragte Nutzung ihres geistigen Eigentums beschwert.