Panorama

US-Schauspieler Stiller: „Krieg ist kein Film“

Immer wieder nutzt die US-Regierung bekanntes Film- oder Musikmaterial für eigene Videoclips - wohl ohne zu fragen. Jetzt beschwert sich deswegen Schauspieler Ben Stiller.

09.03.2026

US-Schauspieler Ben Stiller will nicht, dass die US-Regierung Material aus seinen Filmen verwendet. (Archivbild)Richard Shotwell/Invision/AP/dpa

US-Schauspieler Ben Stiller will nicht, dass die US-Regierung Material aus seinen Filmen verwendet. (Archivbild)Richard Shotwell/Invision/AP/dpa

© Richard Shotwell/Invision/AP/dpa

Der US-Schauspieler Ben Stiller („Nachts im Museum“) hat das Weiße Haus gebeten, einen Ausschnitt aus seinem Film „Tropic Thunder“ aus einem Videoclip zum Iran-Krieg zu entfernen. „Wir haben euch nie die Genehmigung gegeben und haben kein Interesse daran, ein Teil eurer Propaganda-Maschinerie zu sein“, schrieb Stiller auf der Plattform X. „Krieg ist kein Film.“

Das Weiße Haus hatte den Videoclip ebenfalls via X rund eine Woche nach Beginn des Iran-Kriegs veröffentlicht und mit den Worten „Gerechtigkeit auf amerikanische Art“ kommentiert. Der Clip zeigt Ausschnitte aus verschiedenen Filmen – neben „Tropic Thunder“ unter anderem „Top Gun“ und „Iron Man 2“ – vermischt mit realen Szenen beispielsweise von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. Für die 2008 veröffentlichte Actionkomödie „Tropic Thunder“ schrieb Stiller das Drehbuch, produzierte, führte Regie und spielte die Hauptrolle.

Die US-Regierung hat in der Vergangenheit bereits mehrfach bekanntes Musik- oder Filmmaterial verwendet. Immer wieder haben deswegen Stars, wie zuletzt beispielsweise die Sängerin Sabrina Carpenter, sich über die ungefragte Nutzung ihres geistigen Eigentums beschwert.