Tür auf oder zu? So heizen Sie wenig genutzte Räume richtig
Wer im Winter Geld sparen will, dreht womöglich in manchen Zimmern die Heizung einfach runter. Doch das ist nicht immer eine gute Idee - manchmal sogar eine schlechte. Was Sie wissen sollten.
Auf Stufe 3 bringt die Heizung die Temperatur auf etwa 20 Grad.Silvia Marks/dpa-tmn
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Im Wohnzimmer sitzen Sie häufig, im Esszimmer kaum - und im Schlafzimmer sind Sie ohnehin nur zum Schlafen anzutreffen und mögen es dann eher kühl? Wer Heizkosten sparen will, kommt dann womöglich schnell auf eine vermeintlich clevere Idee: Das Ess- oder Schlafzimmer über das Wohnzimmer mitheizen lassen. Oder anders gesagt: die Heizung im kaum genutzten Raum runterdrehen und dafür die Tür zum gut beheizten Zimmer offenstehen lassen. Ein bisschen Wärme wird dann schon rüber wandern.
Doch mit der Wärme wandert eben auch die Feuchtigkeit. Und hier liegt laut Verbraucherzentrale Sachsen das Problem: Werden die Räume unterschiedlich stark beheizt, gelangt die warme, feuchte Luft aus dem beheizten Zimmer in den weniger warmen Raum und kühlt an den dort kälteren Wänden oder Oberflächen ab. Hier kann sich dann Feuchtigkeit niederschlagen. Die Folge: Das Schimmelrisiko steigt.
Die Türen zwischen unterschiedlich beheizten Räumen sollte man deshalb möglichst geschlossen halten.
Wie viel Grad sollen es sein?
Außerdem sinnvoll: Darauf achten, dass auch wenig genutzte Räume nicht gänzlich auskühlen. Als Orientierung gelten laut den Verbraucherschützern mindestens 16 bis 18 Grad. Das entspricht meist etwa der Stufe 2 am Thermostat der Heizkörper. Für Wohnzimmer lautet die Empfehlung etwa 20 Grad, was Stufe 3 am Thermostat entspricht.
Gut zu wissen: Auch wenn die Heizsaison läuft, ist regelmäßiges Lüften wichtig, vor allem nach dem Kochen und Duschen. Öffnen Sie am besten mehrmals täglich die Fenster weit, wenn möglich so, dass ein Durchzug entsteht - und drehen Sie währenddessen die Heizkörperthermostate herunter.
Bei kaltem Winterwetter reichen häufig schon für fünf Minuten geöffnete Fenster. Bei milden Herbsttemperaturen sollte man demnach deutlich länger lüften - aber die Fenster nicht dauerhaft auf Kipp stellen. Denn auch dann kühlen die umliegenden Bauteile aus.