Tipps für Laternenparker in Herbst und Winter
Morgens Scheiben freikratzen, festgefrorene Türen lösen: Wer draußen parkt, sollte sich auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Welche Handgriffe dabei wichtig sind.
Frost, Eis, Schnee: Für Autofahrer ohne Garage kann die kalte Jahreszeit zur Herausforderung werden.picture alliance / picture alliance / dpa-tmn
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Mollig warm durch die kalte Jahreszeit? Klingt gut. Auch dem Auto gefällt es, wenn es abends für die Nacht in eine Garage rollen darf, geschützt vor Wind und Wetter. Doch diesen Luxus haben nicht alle. Wer sein Auto unter freiem Himmel parken muss, sollte ein paar Tipps beachten.
Gerade die Starterbatterie leidet im Kalten. Niedrige Temperaturen senken die Leistungsfähigkeit - zudem braucht ein Motor bei Kaltstarts im Winter mehr Energie, so die Sachverständigenorganisation GTÜ. Auch häufige Kurzstrecken machen sich dann noch mehr bemerkbar, denn dann hat die Batterie kaum Möglichkeiten, wieder vollgeladen zu werden.
Ältere Batterie mal durchmessen lassen
Am besten lässt man Spannung und Zustand von nicht mehr ganz neuen Batterien vor dem Winter noch einmal in einer Werkstatt prüfen. So lassen sich Schwächen erkennen - und im Zweifel tauscht man den Energiespender aus. Denn auch die Autobatterie ist nur ein Verschleißteil. Bei normalem, regelmäßigem Fahrbetrieb hält sie demnach im Schnitt fünf bis sechs Jahre lang.
Lohnenswert kann zudem sein, einen sogenannten Akku-Startbooster zur Hand zu haben. Unabhängig von einem Spenderfahrzeug kann man damit versuchen, das Auto mit schlapper Batterie starten zu können. Diese sind bereits ab zweistelligen Eurobeträgen zu bekommen. Allerdings: Den Booster sollte man aufgrund des Akkus im Kalten nicht im Auto lagern, sondern möglichst bei Raumtemperatur, rät der ADAC.
Flüssigkeiten prüfen und schützen
Speziell für die sogenannten Laternenparker ist es wichtig, dass das Kühlmittel sowie das Scheibenwischwasser durch ein geeignetes Frostschutzmittel gegen Minustemperaturen von mindestens 25 Grad geschützt sind. Für das Scheibenwasser gibt es Winterkonzentrate oder Fertigmischungen an Tankstellen, in Baumärkten oder im Autozubehörhandel.
Das Gleiche gilt für Frostschutz-Prüfer, um zu checken, ob noch genügend Frostschutz im Kühlmittel ist, so der ADAC. Wer sich unsicher fühlt, kann den Check und etwaiges Nachfüllen auch in einer Werkstatt machen.
Schon am Vorabend aufs Kratzen einstellen
Mehr Zeit einplanen: Wer im Herbst und Winter das Auto über Nacht draußen stehen hat und am nächsten Morgen losmuss, sollte schon am Vorabend nach entsprechenden Prognosen den Wecker früher stellen. Denn fürs Freikratzen am Morgen reicht nicht nur ein Guckloch: Laut Gesetz müssen alle für die Sicht erforderlichen Scheiben eis- und schneefrei sein.
Auch Schnee vom Dach muss weggeräumt werden, damit Schneemengen nicht etwa beim Bremsen nach vorn rutschen und die Sicht versperren. Zudem könnten sich Schnee- und Eisreste vom Dach lösen und den nachfolgenden Verkehr gefährden. Ein guter Eiskratzer und ein Schneefeger sollten daher ebenfalls zur Hand sein.
Abdeckungen besorgen und Gummipflege kaufen
Für etwas weniger Kratzen am Morgen kann das Anbringen einer Abdeckung für die Windschutzscheibe am Vorabend lohnen. Einfache Ausführungen kosten nur wenige Euro. „Hochwertigere Ausführungen sind mehrlagig aus isolierendem und wasserabweisendem Material gefertigt“, so die GTÜ. Die Laschen an den Seiten werden in die Autotüren geklemmt, um die Matte gegen Windböen zu schützen. Wichtig für den Kauf: die passende Größe und eine weiche Unterseite, die das Glas vor Kratzern schützt.
Auch sollten die Türgummis vor der kalten Saison mit geeigneten Gummipflegemitteln behandelt werden, um die Gefahr des Festfrierens zu minimieren. Wer versucht, eine festgefrorene Tür mit viel Gewalt zu öffnen, riskiert teure Schäden an den Dichtungen. Eventuell hilft es, vorsichtig gegen die Tür zu drücken oder sanft gegen das Türblech zu klopfen, um das Eis aus den Zwischenräumen der Dichtungen lösen, heißt es vom ADAC. Wenn das nicht gelingt, funktioniert vielleicht eine andere Tür, um Zugang zu bekommen.