Panorama

Tausende wollen Müll entlang von Rhein und Ruhr sammeln

Hunderte Initiativen wollen beim „Clean Up“ Flussufer von Plastikmüll und anderem Abfall säubern. Wegen der niedrigen Wasserstände am Rhein warnen die Initiatoren vor der Gefahr durch Kampfmittel.

12.09.2026

An dem seit 2018 jährlich im September stattfindenden Hauptaktionstag wird entlang deutscher Flüsse tonnenweise Müll zusammengetragen und entsorgt. (Archivfoto) Roberto Pfeil/dpa

An dem seit 2018 jährlich im September stattfindenden Hauptaktionstag wird entlang deutscher Flüsse tonnenweise Müll zusammengetragen und entsorgt. (Archivfoto) Roberto Pfeil/dpa

© Roberto Pfeil/dpa

Zehntausende Freiwillige werden heute wieder zu einer großen Müllsammelaktion entlang des Rheins und weiterer Flüsse erwartet. Allein in den großen NRW-Städten am Rhein, wie Düsseldorf oder Köln erwarten die Initiatoren jeweils mehrere tausend Teilnehmer für den „Rhine Clean up“ genannten Aktionstag. Viele Anmeldungen gebe es in Bonn und am Niederrhein, wie die Initiatoren berichten. Auch entlang der Ruhr, der Lippe und erstmals in diesem Jahr auch an der Niers haben sich Initiativen und Vereine anmeldet, die mitmachen möchten.

Zum Startschuss der Sammelaktion in der Landeshauptstadt Düsseldorf (10.00 Uhr) hat sich Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) angekündigt. „Wir gehen davon aus, dass er sich wie in den vergangenen Jahren wieder tatkräftig beteiligt“, sagt Rhine-Clean-Up-Initiator Joachim Umbach. An dem seit 2018 jährlich im September stattfindenden Hauptaktionstag der bundesweit vernetzten Initiative wird entlang deutscher Flüsse tonnenweise Müll zusammengetragen und entsorgt - 300 Tonnen Abfall kamen im vergangenen Jahr zusammen. 

Was gesammelt werden soll - und was auf keinen Fall

Vor allem handelt es sich nach Angaben des Initiators der Aktion, Joachim Umbach, um „Partymüll“: Plastikflaschen, Grillzubehör und anderes, was die Menschen nach einem Tag am Fluss zurückließen. Die Helfer haben nach Angaben der Veranstalter aber auch schon Auspuffanlagen und ausrangierte Kleidung eingesammelt. 

Wegen der niedrigen Wasserstände warnen die Initiatoren die Teilnehmer in diesem Jahr besonders vor dem Risiko nun freigelegter Kriegsmunition, die die sinkenden Pegelstände zuletzt vermehrt freigelegt hatten. „Wir haben alle Gruppen für die Gefahren durch Granaten oder Munition sensibilisiert“, sagte Initiator Umbach. Verdächtige Funde sollten sofort gemeldet werden. Kinder und Jugendliche sollten sich zudem von den Bereichen direkt am Fluss fernhalten. „Bitte passt auf und meldet den geringsten Verdacht der Polizei oder dem Kampfmittelräumdienst“, so Umbachs Appell.