Panorama

Talbrücke bald ganz ohne Lücke: Stahlteile werden verbunden

Bereits seit Ende 2025 rollt der Verkehr der Autobahn 45 wieder über das Rahmedetal bei Lüdenscheid - allerdings erst über eine Hälfte der neuen Brücke. Auch an dem zweiten Brückenteil geht es voran.

14.01.2026

Noch klafft eine Lücke beim zweiten Brückenteil - nun werden die Stahlteile zusammengeschoben. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

Noch klafft eine Lücke beim zweiten Brückenteil - nun werden die Stahlteile zusammengeschoben. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

Nach der Freigabe der Autobahn 45 über das Rahmede-Tal steht an der fortdauernden Brückenbaustelle ein weiterer wichtiger Schritt bevor. An diesem Mittwoch (12:30 Uhr) wollen die Verantwortlichen die beiden Stahlbauten des zweiten, noch nicht fertiggestellten Brückenteils über dem Tal zusammenführen. 

Stück für Stück wurde der Stahlüberbau dafür seit Monaten von beiden Talseiten über die Pfeiler geschoben. Noch klafft dort eine Lücke von rund 30 Metern, die nun verschlossen werden soll. Für die Projektverantwortlichen bei der Autobahn GmbH des Bundes ist mit dieser sogenannten „Stahlhochzeit“ ein wichtiger Meilenstein für die endgültige Fertigstellung der neuen Rahmedetalbrücke erreicht, hieß es in einer Ankündigung. In den kommenden Monaten soll dann Schritt für Schritt die Fahrbahnplatte gegossen werden. 

Zeit der massiven Belastungen durch Vollsperrung vorbei

Wegen Einsturzgefahr war die Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid im Dezember 2021 gesperrt und 2023 gesprengt worden. Die vierjährige Sperrung hatte nach Angaben von Wirtschaftsverbänden erhebliche Auswirkungen auf Lieferketten und Umsätze. Anwohner klagten über Belastungen durch Schwerlastverkehr auf den Umleitungsstrecken. 

Ein halbes Jahr früher als geplant rollt der Verkehr auf der wichtigen Nord-Süd-Achse seit kurz vor Weihnachten 2025 wieder über den ersten Teil der Brücke - auf verengten Fahrspuren mit reduziertem Tempo. Ende 2026 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.