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Süßer als Zucker: Akazienhonig nur in kleiner Dosis genießen

Blumig, mild und lange flüssig: Akazienhonig überrascht nicht nur beim Geschmack. Warum Experten zur Zurückhaltung raten.

09.04.2026

Typisch Akazienhonig: Der hohe Fruchtzuckeranteil im Akazienhonig sorgt für seine langanhaltende flüssige Konsistenz und besondere Süße.Franziska Gabbert/dpa-tmn

Typisch Akazienhonig: Der hohe Fruchtzuckeranteil im Akazienhonig sorgt für seine langanhaltende flüssige Konsistenz und besondere Süße.Franziska Gabbert/dpa-tmn

© Franziska Gabbert/dpa-tmn

Weil er weniger verarbeitet als Haushaltszucker ist, gilt Honig manchem als Alternative zum Süßen. Doch auch Honig besteht zu einem großen Teil aus Fruchtzucker. Das gilt ganz besonders für den blumig-milden Akazienhonig. „Dessen hoher Fruchtzuckeranteil sorgt dafür, dass der Honig lange flüssig bleibt und deutlich langsamer kristallisiert als andere Honigsorten“, erklärt Katharina Holthausen von der Verbraucherzentrale Bayern.

Dadurch schmecke der Akazienhonig auch viel süßer als herkömmlicher Haushaltszucker. Die Ernährungsexpertin rät: „Zum Süßen von Getränken oder Speisen reicht daher oft eine kleinere Menge als bei herkömmlichem Zucker.“

Eigentlich müsste Honig von der Akazie Robinienhonig heißen 

Akazienhonig hat laut Holhausen noch eine Besonderheit. Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich streng genommen gar nicht um Honig von Akazien. „Botanisch korrekt müsste man ihn Robinienhonig nennen“, so Holthausen. Akazien und Robinien seien zwei unterschiedliche Baumarten. Gewonnen wird der Honig aus dem Nektar der Robinia pseudoacacia, die auch Scheinakazie genannt wird. 

Trotzdem dürfe der Honig hierzulande als Akazienhonig verkauft werden, da sich diese umgangssprachliche Bezeichnung für die Baumart etabliert hat. Typisch für Akazienhonig ist seine helle, leicht gelbliche Farbe, die mitunter auch einen grünlichen Schimmer haben kann.