Panorama

Süßer Nachwuchs: Großer Ameisenbär im Dortmunder Zoo geboren

Für einen jungen Ameisenbären in Dortmund ist alles noch ganz neu: Erst seit wenigen Tagen ist das Tier auf der Welt. In der Anfangszeit ist besonders viel Ruhe für Mutter und Neugeborenes angesagt.

03.11.2026

Es gibt Nachwuchs bei den Großen Ameisenbären im Dortmunder Zoo. In den ersten Tagen kümmert sich Mutter Bonita aufmerksam und fürsorglich um ihr Neugeborenes.Marcel Stawinoga/Zoo Dortmund/dpa

Es gibt Nachwuchs bei den Großen Ameisenbären im Dortmunder Zoo. In den ersten Tagen kümmert sich Mutter Bonita aufmerksam und fürsorglich um ihr Neugeborenes.Marcel Stawinoga/Zoo Dortmund/dpa

© Marcel Stawinoga/Zoo Dortmund/dpa

Auf dem Rücken von Mama ist es doch besonders kuschelig: Der junge Ameisenbär schmiegt sich mit seiner langen, dünnen Schnauze eng an seine Mutter Bonita. Das Jungtier hat erst vor wenigen Tagen im Dortmunder Zoo das Licht der Welt erblickt.

Einen Namen gibt es für den Nachwuchs noch nicht. Auch ist bislang unklar, ob es sich um ein Männchen oder Weibchen handelt. Denn: Bei Großen Ameisenbären kann das Geschlecht erst Wochen nach der Geburt festgestellt werden, erklärt eine Sprecherin der Stadt Dortmund. 

In den ersten Tagen kümmert sich Mutter Bonita aufmerksam und fürsorglich um ihr Neugeborenes, wie der Zoo mitteilt. Etwas anders sieht es beim Vater Antebus aus: Da Große Ameisenbären Einzelgänger sind und sich ausschließlich die Mütter um ihren Nachwuchs kümmern, hat der Zoo Bonita und Antebus schon vor der Geburt dauerhaft getrennt. 

Für Bonita ist es bereits das zweite Jungtier. Die im Zoo Singapur geborene Ameisenbärin brachte 2025 ihren ersten Sohn Noah zur Welt. Er lebt weiterhin im Zoo Dortmund, ist inzwischen aber selbstständig und hat ein eigenes Gehege bezogen.

Die Große Ameisenbärin Bonita hat ihr zweites Jungtier im Dortmunder Zoo auf die Welt gebracht. Marcel Stawinoga/Zoo Dortmund/dpa

Die Große Ameisenbärin Bonita hat ihr zweites Jungtier im Dortmunder Zoo auf die Welt gebracht. Marcel Stawinoga/Zoo Dortmund/dpa

© Marcel Stawinoga/Zoo Dortmund/dpa

Der Große Ameisenbär ist in weiten Teilen von Mittel- und Südamerika zu Hause. Anders als der Name vermuten lässt, hat das Tier mit echten Bären wenig zu tun. Vielmehr gehören Faultiere und Gürteltiere zu seinen nächsten Verwandten. Sein Name dürfte daher wohl eher auf seinen Speiseplan zurückzuführen sein: Laut Geo-Tierlexikon frisst es ausschließlich Ameisen und Termiten - und davon bis zu 35.000 am Tag.

Tamandua-Haus bleibt vorerst geschlossen

Wann der Zoo den Ameisenbär-Nachwuchs erstmals zeigen kann, steht bisher nicht fest. Bonita und das Neugeborene brauchen in den ersten Tagen besonders viel Ruhe. Daher bleibt das Tamandua-Haus vorübergehend für Besucherinnen und Besucher geschlossen. Zur Begriffsklärung: Die Tamanduas gehören ebenfalls zu den Ameisenbären, sind aber etwas kleiner.

Es ist bereits der 66. Große Ameisenbär, der im Dortmunder Zoo geboren ist. Damit nimmt der Zoo eigenen Angaben zufolge weltweit eine Spitzenposition bei der Aufzucht von Großen Ameisenbären ein.