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Stromschlag? Kabel klug vor knabbernden Haustieren schützen

Das Laptopkabel hat Bissspuren und das Kaninchen nagt gerade fröhlich an der Mehrfachsteckdose? So verhindern Sie, dass Ihr Vierbeiner Schaden nimmt - und sorgen für heile Stromkabel im Haus.

18.05.2026

Kabelschläuche oder Kabelspiralen sind eine Möglichkeit, um Haustiere vor möglichen Stromschlägen zu schützen.picture alliance/dpa

Kabelschläuche oder Kabelspiralen sind eine Möglichkeit, um Haustiere vor möglichen Stromschlägen zu schützen.picture alliance/dpa

© picture alliance/dpa

Kabel hinter der Kommode, im kaum genutzten Gästezimmer – oder einfach das Laptopkabel, das lose vom Schreibtisch herunterbaumelt: Kaninchen und andere Haustiere knabbern gern mal unbemerkt an ihnen. Und das kann schnell gefährlich werden: Bereits ein einziger Biss kann laut der Aktion „Das sichere Haus“ (DSH) die schützende Isolierung von Kabeln beschädigen - und stromführende Drähte freilegen.

Mögliche schlimme Folgen: Das Tier zieht sich Verbrennungen im Maul zu oder erleidet sogar einen tödlichen Stromschlag. Und auch das Risiko für Kurzschlüsse und Funkenbildung in der Wohnung kann steigen, wenn die Tiere an den Kabeln knabbern. Vor allem, wenn das immer wieder unbemerkt geschieht. Denn selbst wenn die Kabel von außen nur leicht angekaut aussehen, können sie innen schon stark beschädigt sein, so DSH.

Augen auf bei der Gerätewahl

Wer dem vorbeugen will, hat mehrere Alternativen. Kabelschläuche oder Kabelspiralen verwenden etwa, oder Kabelkanäle an der Wand anbringen. Erstere legen sich wie eine zusätzliche Schutzschicht um einzelne Kabel und lassen sich DSH zufolge in wenigen Minuten anbringen. Sie sind demnach ideal für freiliegende Einzelkabel, etwa von Lampen oder Ladegeräten.

Kabelkanäle anzubringen ist etwas aufwendiger, denn die Kanäle müssen fest fixiert werden. Dafür verschwinden die Kabel dann komplett in den schmalen Kanälen entlang der Wand oder Fußleiste - und sind für Vierbeiner unerreichbar. So kommen Haustiere erst gar nicht in Versuchung, so DSH. Ein schöner Nebeneffekt demnach: Der Raum wirkt aufgeräumter. Schließlich liegen keine Kabel mehr offen herum.

Für Kabel, die dauerhaft auf dem Boden liegen bleiben, kann man übrigens auch selbstklebende Kabelabdeckungen verwenden, die die Leitungen dort fixieren – und so das Kaurisiko und auch das Stolperrisiko senken. Selbstklebende Klettlösungen lassen sich nutzen, um zum Beispiel Kabel am Schreibtisch zu bündeln und unter der Schreibtischplatte zu befestigen. So hängen sie nicht lose herunter und sind für Tiere schwerer erreichbar. Mehrfachsteckdosen kann man in Kabelboxen unterbringen.

Ein Tipp der DSH für den Kauf neuer Elektrogeräte: akkubetriebene Geräte wählen und Modelle, bei denen sich das Netzkabel entfernen lässt. Dann können die einzelnen Kabel leichter entfernt, außer Reichweite der Haustiere verstaut und bei Bedarf ausgetauscht werden.

Verbrennungen oder tödliche Stromschläge: Mehrfachsteckdosen oder Kabel können für Haustiere sehr gefährlich werden.Silvia Marks/dpa-tmn

Verbrennungen oder tödliche Stromschläge: Mehrfachsteckdosen oder Kabel können für Haustiere sehr gefährlich werden.Silvia Marks/dpa-tmn

© Silvia Marks/dpa-tmn