Panorama

Staugefahr durch Heimreisende und mehr Lkw

Viele Urlauber kommen wegen des Ferienendes in drei Bundesländern zurück, dazu wurden flächendeckend Lkw-Fahrverbote gelockert. Auf vielen Autobahnen könnte die Fahrt deshalb länger dauern.

17.08.2026

Sommerferien-Endspurt: Auf vielen Autobahnen drohen am Wochenende (21.–23. August) Staus – besonders auf den Rückreiserouten.dpa-Infografik Gmbh/dpa-tmn

Sommerferien-Endspurt: Auf vielen Autobahnen drohen am Wochenende (21.–23. August) Staus – besonders auf den Rückreiserouten.dpa-Infografik Gmbh/dpa-tmn

© dpa-Infografik Gmbh/dpa-tmn

Die Reisewellen wegen der Sommerferien sorgen weiter für Staugefahr auf den Autobahnen: Inzwischen betrifft das vermehrt alle, die aus dem Urlaub zurück nach Hause fahren.

Der ADAC und der Auto Club Europa (ACE) rechnen am Wochenende (21. bis 23. August) vor allem mit vollen Rückreiserouten aus dem Süden und von Nord- und Ostsee. Ein Grund: In Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und in Teilen der Niederlande enden die Sommerferien. 

Wer hingegen in den Urlaub startet, dürfte schon etwas besser auf den Autobahnen durchkommen als zuletzt: Auf den Routen in Richtung Alpen und Küsten sei der größte Ansturm vorbei, so der ADAC. Verzögerungen sind dennoch einzuplanen.

Weil fast Bundesländer wegen Niedrigwasser auf den Flüssen sonst geltende Lkw-Fahrverbote vorübergehend gelockert haben, fahren auf vielen Routen mehr Laster als sonst an den Sommerwochenenden - das sorgt für zusätzlichen Verkehr und höhere Staugefahr.

Wann es voll wird und an welchen Tagen man entspannter reist

Die meisten Verzögerungen sind laut ADAC am Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag zu erwarten. 

Wer flexibel ist, sollte ruhigere Alternativrouten planen oder auf einen anderen Reisetag ausweichen, so der Verkehrsclub. Geeignete Wochentage für besonders flexible Reisende sind dem ADAC zufolge der Montag und der Dienstag außerhalb der Berufsverkehrszeiten. Der ACE nennt auch den Mittwoch noch als gute Option.

Die Staustrecken in Deutschland im Überblick

Beide Verkehrsclubs erwarten zwischen Freitag und Sonntag auf folgenden deutschen Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):

A 1Fehmarn - Lübeck - Hamburg - Bremen - Osnabrück - Münster - Dortmund - KölnA 2Oberhausen - Dortmund - Hannover - BerlinA 3Arnheim - Oberhausen - Köln - Frankfurt/Main - Würzburg - Nürnberg - Passau - LinzA 4Heerlen/Aachen - Köln - Olpe und Chemnitz - Dresden - GörlitzA 5Hattenbacher Dreieck - Frankfurt/Main - Karlsruhe - BaselA 6Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - NürnbergA 7Flensburg - Hamburg - Hannover - Kassel - Würzburg -  Ulm - Füssen/ReutteA 8Karlsruhe - Stuttgart - Ulm - München - SalzburgA 9Berlin - Leipzig - Nürnberg - München A 10Berliner RingA 11Berliner Ring - Dreieck UckermarkA 12Berliner Ring - Frankfurt/OderA 13Dresden - BerlinA 20Lübeck - RostockA 21Kiel - BargteheideA 24Hamburg - SchwerinA 27Bremen - BremerhavenA 31Gronau - MeppenA 40Venlo - Essen - DortmundA 43Wuppertal - Recklinghausen - MünsterA 44Essen - VelbertA 45Dortmund - Gießen - AschaffenburgA 46Düsseldorf - WuppertalA 57Krefeld - KölnA 59 Köln - BonnA 61Ludwigshafen - Koblenz - MönchengladbachA 81Würzburg - Heilbronn - Stuttgart - Singen A 93Kiefersfelden - RosenheimA 95München - Garmisch-PartenkirchenA 96München - LindauA 99Autobahnring München

Wo es in Österreich, der Schweiz und Italien länger dauert

Auch in Österreich erwartet der ADAC auf zahlreichen Transitrouten viel Verkehr. Staugefährdet sind demnach insbesondere:

  • A 1 (Westautobahn)
  • A 4 (Ostautobahn)
  • A 9 (Pyhrnautobahn)
  • A 10 (Tauernautobahn)
  • A 11 (Karawankenautobahn von und nach Slowenien)
  • A 12 (Inntalautobahn)
  • A 13 (Brennerautobahn von und nach Italien)
  • A 14 (Rheintal/Walgau Autobahn)
  • B 197 (Arlberg-Bundesstraße)
  • B179 (Fernpass)

In der Schweiz sollten Reisende unter anderem auf der Gotthardroute (A 2) und deren Alternative durch den San-Bernardino-Tunnel (A 13) mehr Zeit einplanen. Auch auf der A 1 (Bern - Zürich) und der A 3 (Basel - Chur) ist das Staurisiko erhöht. 

In Italien stehen laut dem ADAC neben der Brennerroute (A 22) vor allem die A 1 (Modena - Florenz), die A 4 (Verona - Triest), die A 7 (Mailand - Genua) und die A 23 (Villach - Udine) im Fokus.

Wichtige Autobahn in den Niederlanden gesperrt

Der ADAC weist außerdem darauf hin, dass die wichtigste Route von der niederländischen Küste nach Deutschland am Wochenende gesperrt wird: Wegen der Fahrbahnsanierung auf der betroffenen A 12 (Utrecht - Arnheim) müssen Reisende demnach über Ausweichrouten mindestens eine Stunde mehr Zeit einplanen. 

Generell kann es auf den Fernstrecken von und zu den Küsten des Nachbarlandes länger dauern - unter anderem auch wegen des Formel-1-Rennens in Zandvoort bei Amsterdam.

Auch wer von oder nach Kroatien, Frankreich, Polen, Tschechien oder Nordeuropa reist oder auf dem Balkan-Transit unterwegs ist, muss mit Staus rechnen. Einzelne Fernstraßen hebt der ADAC hier nicht hervor.

An diesen Grenzübergängen lieber mehr Zeit einplanen

Konkreter wird der Verkehrsclub bei möglichen Wartezeiten bei der Einreise nach Deutschland. Betroffen sind demnach insbesondere folgende Grenzübergänge an Autobahnen:

  • von Österreich: Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93)
  • von Polen: Ludwigsdorf (A 4), Forst (A 15) und Frankfurt/Oder (A 12)
  • von Dänemark: Ellund (A 7)