Staufrei durch die Nachsaison? Nicht immer und überall
Auch nach den Sommerferien bleibt es auf vielen Autobahnen voll. Wo am Wochenende mit Staus zu rechnen ist und welche Strecken besonders betroffen sind.
Ferien vorbei, Stau ganz weg? Nicht ganz: Zum Wochenende 18. - 20. September bleibt’s auf einigen Autobahnen voll – vor allem Richtung Küsten, Seen und Berge.dpa-infografik GmbH/dpa-tmn
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In ganz Deutschland sind nun die Sommerferien beendet - die Stausituation hat sich auf den Autobahnen dadurch merklich entspannt. Doch auch in der Nachsaison sind Reisende unterwegs, die jetzt eben bewusst unabhängig von Ferienterminen in den Urlaub starten oder zurückkehren. Das bringt auch am kommenden Wochenende (18. bis 20. September) auf einigen Strecken viel Verkehr auf die Straße.
Während der ADAC eine erhöhte Staugefahr sieht, blickt der Auto Club Europa (ACE) etwas optimistischer aufs Wochenende und erwartet insgesamt nur wenige Staus. Verzögerungen im Verkehrsfluss gebe es meist nur vor und in Baustellenbereichen. Davon zählt der ADAC allerdings aktuell rund 1.000 - Tendenz steigend. „Sonst ist das Verkehrsaufkommen moderat und längere Verzögerungen sind selten“, notiert der ACE.
Beliebt sind Seen, Gebirge und die Küsten von Nord- und Ostsee
Besonders betroffen sind laut den Clubs die Autobahnen zu beliebten Ferienzielen. Das gilt etwa für Wander-Hotspots in den Alpen oder in den Mittelgebirgen und für die Urlaubsregionen an Seen sowie an den Küsten von Nord- und Ostsee. So einige dürfte es zudem noch weiter in den Mittelmeerraum ziehen.
Speziell bei schönem Spätsommerwetter gesellt sich voraussichtlich auch noch viel Ausflugsverkehr auf dem untergeordneten Straßennetz dazu. Die größte Staugefahr sieht der ACE am Freitag ab dem frühen Nachmittag, wenn die Berufspendler auf die Urlaubsreisenden treffen.
Die Staustrecken in Deutschland im Überblick
Beide Verkehrsclubs erwarten zwischen Freitag und Sonntag auf folgenden deutschen Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):
A 1Fehmarn - Lübeck - Hamburg - Bremen - Osnabrück - Münster - Dortmund - KölnA 2Dortmund – Hannover – Braunschweig – MagdeburgA 3 Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – PassauA 4Heerlen/Aachen – Köln – Olpe und Dresden – GörlitzA 5Heidelberg – Karlsruhe – Basel und Kassel – FrankfurtA 6Mannheim – HeilbronnA 7Flensburg - Hamburg - Hannover - Kassel - Würzburg - Ulm - Füssen/ReutteA 8Salzburg - München - Ulm - Stuttgart - Karlsruhe
A 9Halle/Leipzig – Nürnberg – MünchenA 10Berliner RingA 44Kassel – DortmundA 45Hagen – DortmundA 61Ludwigshafen - Koblenz - MönchengladbachA 72Zwickau – ChemnitzA 81Böblingen – Stuttgart – Heilbronn A 93Rosenheim – KiefersfeldenA 95München - Garmisch-PartenkirchenA 96Lindau – MünchenA 99Autobahnring München
Auch in Österreich und in der Schweiz bleibt es zuweilen angespannt
Berufspendler am Freitag und moderater Reiseverkehr können auch in Österreich mancherorts immer noch für angespannte Lagen und Verzögerungen sorgen. Der ADAC erwartet auf zahlreichen Transitrouten viel Verkehr. Staugefährdet sind insbesondere:
- A 1 (Westautobahn)
- A 9 (Pyhrnautobahn)
- A 10 (Tauernautobahn)
- A 11 (Karawankenautobahn von und nach Slowenien)
- A 12 (Inntalautobahn)
- A 13 (Brennerautobahn von und nach Italien)
- A 14 (Rheintalautobahn)
- B 179 (Fernpass)
Auch in der Schweiz sind noch von Ferienterminen ungebundene Reisende unterwegs. So sollten Autofahrer besonders auf der Gotthardroute (A 2) mehr Zeit einplanen. Speziell vor dem Tunnel kann es in nördlicher sowie südlicher Richtung zeitweise zu Wartezeiten kommen, so der ACE.
Ab einer Fahrzeitverlängerung auf der Gotthardroute von mehr als einer Stunde kann sich grundsätzlich die San-Bernardino-Route (A 13) als Alternative anbieten. Verzögerungen sind aber auch dort nicht auszuschließen. Viel los sein könnte zeitweise auch auf der A 1 (Bern - Zürich - St. Margrethen) sowie auf der A 3 (Basel – Zürich – Chur).