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Sonnenschäden im Garten: So schützen Sie Ihre Pflanzen

Nicht jede Pflanze mit hängenden Blättern braucht Wasser. Wie Mulch, weiße Anstriche und Sonnenschirme vor Sonnenbrand schützen – und worauf es bei dunklen Töpfen ankommt.

10.07.2026

Heiße Tage im Garten: Nicht alle Pflanzen vertragen pralle Sonne.picture alliance / dpa-tmn

Heiße Tage im Garten: Nicht alle Pflanzen vertragen pralle Sonne.picture alliance / dpa-tmn

© picture alliance / dpa-tmn

Wenn das Thermometer auf über 30 Grad klettert, die Sonne knallt und der Regen ausbleibt, kann das auch für Pflanzen im Garten zur Herausforderung werden. 

Extreme Hitze und starke Sonneneinstrahlung können das Pflanzengewebe schädigen. Blätter und andere Pflanzenteile wie dunkle Rinde erhitzen sich oft auf bis zu 50 Grad. Besonders groß ist die Gefahr nach feuchtem oder länger trübem Wetter, wenn plötzlich pralle Sonne folgt. Trockenheit und Wind verstärken die Schäden.

Die Bayerische Gartenakademie erklärt, woran sich Hitzeschäden erkennen lassen und wie Pflanzen die heißen Tage besser überstehen.

Wie erkennt man Sonnenschäden?

Besonders gefährdet sind junge Gemüse-, Beet- und Balkonpflanzen, die noch nicht an intensive Sonneneinstrahlung gewöhnt sind. Sonnenschäden können sich je nach Pflanzenart unterschiedlich äußern:

  • Bei Beerenobst wie Himbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren bekommen die Früchte helle, weiche Stellen und fallen schließlich ab.
  • Tomaten, Paprika und Zucchini entwickeln häufiger Wachstumsstörungen und Blütenendfäule.
  • Rosen und andere Zierpflanzen verblühen schneller, dunkle Blüten vertrocknen besonders leicht.
  • Hecken können nach einem Form- oder Pflegeschnitt an den freigelegten Blättern Sonnenbrand bekommen.

Wie kann man Hitzeschäden vorbeugen?

Was Garten- oder Balkonbesitzer grundsätzlich beachten sollten: Schlaffe Blätter sind nicht immer ein Zeichen für Wassermangel. Bei großer Hitze lassen viele Pflanzen die Blätter hängen, um die Verdunstung zu verringern. Vor dem Gießen sollte man daher unbedingt prüfen, ob die Erde tatsächlich trocken ist.

Daneben ist auch Mulchen eine Maßnahme gegen Hitzeschäden im Garten. Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern empfiehlt, den Boden in Gemüse- oder Staudenbeeten mit Brennnesseln, Rasenschnitt oder Ernteresten abzudecken. Das schützt vor direkter Sonneneinstrahlung und Austrocknung.

Sonnenschutz hilft auch im Garten

Ein weißer Anstrich schützt laut Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) Baumstämme davor, sich in der Sonne zu stark aufzuheizen. Die helle Farbe reflektiert einen Teil der Sonnenstrahlen. Dafür lässt sich einfache Kalkfarbe anrühren. Der Anstrich sollte allerdings einmal im Jahr erneuert werden.

Obstbäume und Hecken sollten laut der Bayerischen Gartenakademie nur vorsichtig geschnitten werden, damit ihre Blätter weiter Schatten spenden. Auch ein etwas höher gemähter Rasen hilft, weil sich die Gräser gegenseitig beschatten.

Vor allem schwarze und dunkle Töpfe heizen sich bei Hitze stark auf, wodurch die Wurzeln Schaden nehmen können. Hilfreich ist es, die Töpfe etwa mit einem Sonnenschirm zu beschatten oder Kübelpflanzen vorübergehend an einen schattigeren Platz zu stellen.

Eine Mulchschicht schützt den Boden vor Austrocknung und starker Sonneneinstrahlung.picture alliance / dpa-tmn

Eine Mulchschicht schützt den Boden vor Austrocknung und starker Sonneneinstrahlung.picture alliance / dpa-tmn

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