Sommerzeit nutzen, um Social Media abzusichern
Wer kann Kontakt aufnehmen? Warum räumt sich die Wecker-App so viele Berechtigungen ein? Bei Social Media und Apps lohnt es sich, einige Fragen zu stellen - Datenschützer haben Antworten.
Wenig Aufwand, große Wirkung: In fünf einfachen Schritten lässt sich in Social Media schon eine Menge Datenschutz erreichen.Alicia Windzio/dpa
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Privatsphäre- und Sicherheitseinstellungen von Smartphones und Apps checken? Klingt nicht gerade spannend. Aber wer es nicht tut, verliert die Kontrolle über die eigenen Daten. Also: Sommerpause oder Ferienzeit nutzen, um die Dinge in Ordnung zu bringen.
Mit wenigen Minuten Aufwand lässt sich schon viel erreichen: Konten sind deutlich besser geschützt und man kann selbst entscheiden, welche Informationen man im Netz preisgibt, erklärt der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern - und empfiehlt fünf konkrete Schritte:
1. Passwörter
Der erste Schritt besteht im Überprüfen der Passwörter. Für jeden Account ist ein starkes, individuelles Passwort unabdingbar. Wo möglich, auch die Zwei-Faktor-Authentisierung aktivieren. Passwortmanager helfen, sichere Kennwörter zu erstellen und übersichtlich zu verwalten.
2. Privatsphäre-Einstellungen
Auch der Weg in die Einstellungen zur Privatsphäre einzelner Plattformen ist notwendig: Wer kann mein Profil finden? Wer sieht meine Beiträge, darf kommentieren oder teilen? Und wer kann Kontakt mit mir aufnehmen?
3. App-Berechtigungen
Bei der Installation erhalten viele Apps standardmäßig weitreichende Zugriffsrechte. Doch welche Berechtigungen sind tatsächlich erforderlich? Benötigt eine Wecker-App Zugriff auf Fotos? Muss eine Social-Media- oder Streaming-App dauerhaft auf das Mikrofon oder den Standort zugreifen? Was nicht notwendig ist, sollte deaktiviert oder nur bei Benutzung der App zugelassen werden.
4. Follower und Kontakte
Unbekannte Follower, unerwünschte Kontakte, Bots und andere Fake-Profile entfernen. Freundschaftsanfragen von Unbekannten sollten besser grundsätzlich nicht angenommen werden.
5. Eigenes Profil
Auch das eigene Profil in den verschiedenen sozialen Netzwerken sollte unter die Lupe genommen werden: alte Beiträge, angeheftete Inhalte oder Highlights, die nicht mehr zur eigenen Persönlichkeit passten, löschen oder aktualisieren. So entsteht ein aktueller und authentischer persönlicher Auftritt.