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So steuern Sie Ihr Auto sicher bei Sturm

Starke Böen können Autos aus der Spur bringen – besonders an Waldschneisen, Brücken und Tunneln. Worauf Autofahrer bei Sturm achten sollten, damit sie die Kontrolle behalten.

22.10.2026

Autofahren kann bei stürmischem Wetter schnell extrem gefährlich werden.picture alliance/dpa

Autofahren kann bei stürmischem Wetter schnell extrem gefährlich werden.picture alliance/dpa

© picture alliance/dpa

Herbstzeit - sonnig und mit dem Tanz güldner Blätter? Oder einfach nur grau - und extrem windig. Der Herbst hat viele Gesichter. Sturm zum Beispiel. Wer dann Auto fahren muss, kommt mit diesen Tipps des ADAC besser an:

  • Besser auf laute Musik oder intensive Gespräche verzichten - und zwar egal, ob über Freisprechanlage oder mit den Mitfahrern. 
  • Mit beiden Händen am Lenkrad bleiben, so kann man schnell reagieren.
  • Fuß vom Gas. Je langsamer man nun fährt, desto besser lässt sich mit dem Lenken noch etwas ausrichten. Erfasst eine Böe das Auto, kann nur gefühlvolles Gegenlenken helfen. Wer hektisch am Lenkrad dreht, kann hingegen ins Schleudern geraten.
  • Bei Sturm besser den Abstand zu Vorausfahrenden noch einmal erhöhen und genug Abstand zur Seite einhalten. Das schafft mehr Raum, falls auf der Gegen- oder Nebenfahrbahn Autos oder Lastwagen durch den Wind ins Schlingern geraten. Den übrigen Verkehr beobachtet man am besten noch intensiver. 

Gespanne, Transporter und Lkw sind besonders anfällig

Den Kleinwagen trifft es auch, aber weniger. Vans, Kleinlaster, Busse oder Laster hingegen bieten dem Wind viel Angriffsfläche. Ebenso Gespanne mit hoch aufbauenden Anhängern oder Wohnmobile. Aber auch Dachboxen oder auf dem Dach montierte Fahrräder erhöhen die Angriffsfläche. 

Wer mit Anhänger unterwegs ist und bemerkt, dass dieser unruhig wird, nimmt sofort Tempo heraus und bremst, um das Gespann zu stabilisieren. Das aber immer erst tun, nachdem man einen Blick in den Rückspiegel geworfen hat, um eine Gefährdung anderer auszuschließen. Nicht der Pendelbewegung hektisch entgegen lenken.

Überholen - nur ganz vorsichtig oder besser lassen

Auch solche großen Fahrzeuge wie Busse und Lkw zu überholen, kann schnell brenzlig werden, wenn das eigene Auto aus deren Windschatten fährt und der Wind es plötzlich voll erfasst. Im Zweifel besser auf das Manöver verzichten und dahinter bleiben.

Besonders an Stellen wie Waldschneisen, Talbrücken sowie an Tunneleinfahrten und -ausfahrten ist mit starkem Wind zu rechnen. Und plötzliche Böen oder Verwirbelungen sind gerade dort tückisch.

Besser manchmal gar nicht mehr fahren

Baumreiche Strecken meidet man besser, wenn Stürme vorhergesagt wurden. Der ADAC rät, bereits ab Windstärke 5 (29 bis 38 km/h Windgeschwindigkeit) vorsichtig zu sein. Wird vor schwerem Sturm (ab Windstärke 10) oder Orkan gewarnt, empfiehlt der Autoclub: besser gar nicht mehr losfahren und besseres Wetter abwarten. Warum? Herabgewehte Äste oder umstürzende Bäume sind ein reales Risiko und treffen Autofahrer oft unvermittelt.

Biker orientieren sich eher mittig auf der Fahrspur

Motorradfahrer sollten bei starkem Wind möglichst mittig auf der Fahrbahn fahren, damit bei Böen nach beiden Seiten Platz für Korrekturen bleibt. Eng anliegende Kleidung, am besten eine gut sitzende Lederkombi, verringert das Flattern und macht das Motorrad ruhiger. Gepäck wie Tankrucksack oder Topcase erhöht die Windanfälligkeit, deshalb mit Gepäck besonders vorsichtig fahren Tempo drosseln.