Panorama

So schlecht schneiden Ganzjahresreifen im ADAC-Test ab

Warum schneiden viele Ganzjahresreifen im ADAC-Test schlecht ab? Nur ein Modell bietet durchweg solide Leistungen, mehrere fallen mit Mängeln auf. Welche trotzdem gut sind.

23.06.2026

Der ADAC hat 16 Ganzjahresreifen getestet. Nur ein Modell schneidet mit „gut“ ab.Marc Wittkowski/ADAC/dpa-tmn

Der ADAC hat 16 Ganzjahresreifen getestet. Nur ein Modell schneidet mit „gut“ ab.Marc Wittkowski/ADAC/dpa-tmn

© Marc Wittkowski/ADAC/dpa-tmn

Ganzjahresreifen sind beliebt – bei den Käufern. Hersteller jedoch schreiben zumindest dem Markt für Kleinwagen „offenbar nur eine untergeordnete Bedeutung zu.“ Dieses deutliche Urteil fällt der ADAC nach seinem aktuellen Reifentest. Denn das Ergebnis ist unter dem Strich ernüchternd. Und dabei hätten einige Marken in anderen Dimensionen für größere Autos bereits neuere Modelle am Markt.

Der Club prüfte 16 Pneus in der Dimension 185/65 R15 auf Herz und Nieren. Sie mussten ihr Können bei Handling- und Bremsprüfungen unter trockenen und nassen Bedingungen als auch auf Schnee beweisen. Aber auch die zu erwartende Laufleistung, Abrollgeräusche und Spritverbrauch standen im Fokus. Die Preisspanne reichte von rund 51 bis 90 Euro pro Reifen.

Das sind die besonders empfehlenswerten Reifen

Aber nur ein Modell schneidet mit „gut“ ab: der „Continental AllSeasonContact 2“ (Note: 2,3) für 84 Euro. Er bietet laut ADAC die Eigenschaften, die man sich von einem guten Ganzjahresreifen erhofft: durchweg „solide Fahr- und Bremsleistungen auf allen Untergründen“ sowie eine „zufriedenstellende“ Umweltbilanz.

Zwei weitere Modelle (beide Note 2,6) reißen dieses Urteil nur knapp, sind aber wie fünf weitere zumindest unter dem Strich dennoch „empfehlenswert“. Auch wenn der „Pirelli Cinturato All Season SF 3“ (86 Euro) und der „Michelin CrossClimate 2“ (90 Euro) nicht auf allen Untergründen eine gute Fahrleistung zeigen. 

Die Schlusslichter können sogar für ein Sicherheitsrisiko sorgen

Acht Reifen kann der Autoclub gar nicht empfehlen. Drei Modelle bekommen zwar noch ein „ausreichend“, darunter der billigste. Doch zeige sich bei manchen das „bekannte Dilemma“: Grundsätzlich sind Ganzjahresreifen immer ein Kompromiss zwischen den jeweiligen Spezialisten für Sommer und Winter. 

Einige wurden „weitgehend“ für eine Fahraufgabe spezialisiert - bei den jeweils anderen Bedingungen zeigen sich „merkliche Probleme“. Ein Pneu erlangt sogar auf winterlichen Straßen die beste Bewertung des gesamten Feldes. Doch auf trockener Straße kommt er „gar nicht gut“ zurecht. 

Die Schlusslichter bilden fünf Reifen zwischen 52 und 81 Euro, die jeweils mit „mangelhaft“ sogar ein Sicherheitsrisiko darstellen. Darunter Marken, die - wenn überhaupt - nur Insidern bekannt sein dürften, doch leider auch ein Modell eines namhaften Herstellers. Alle seien auf winterlicher Fahrbahn „überfordert“ und zeigen zudem auch Schwächen in „mindestens“ einer weiteren Disziplin.