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So nutzen Sie das Gemüsebeet im Winter

Wenn die ersten Beete abgeerntet sind, ist noch längst nicht Schluss im Garten. Wer jetzt ein paar Dinge beachtet, kann den Boden schützen und auch in der kalten Jahreszeit noch Gemüse anbauen.

09.10.2026

Herbst im Beet: Auch wenn es draußen kühler wird, muss im Garten noch lange nicht Schluss sein.Christin Klose/dpa-tmn

Herbst im Beet: Auch wenn es draußen kühler wird, muss im Garten noch lange nicht Schluss sein.Christin Klose/dpa-tmn

© Christin Klose/dpa-tmn

Die Gartensaison nähert sich zwar dem Ende, doch die Beete müssen über den Winter nicht leer bleiben. Werden die Tage kürzer, wachsen die Pflanzen allerdings langsamer oder gar nicht mehr. 

Damit das Gemüse vor dem Winter noch kräftig genug wird, sollte man rechtzeitig mit dem Pflanzen beginnen, rät der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege (BLGL). Der Oktober gilt als guter Zeitraum, um winterfestes Gemüse zu pflanzen. 

Die Beete sind leer - und nun? 

Wer seine Beete jetzt abgeerntet hat, verzichtet am besten erst einmal aufs Umgraben. 

Bleibt der Boden bedeckt, ist er besser vor Wind, Regen und Nährstoffverlust geschützt. Will man das Beet nicht direkt neu mit Gemüse bepflanzen, kann man eine Gründüngung aussäen. Die Pflanzen bedecken den Boden und können auch während der kalten Zeit stehen bleiben. 

Alternative: Bleiben Beete über den Winter frei, kann eine Mulchschicht den Boden schützen und gute Bedingungen für die nächste Kultur schaffen.

Was kann im Oktober in die Erde?

Wer jetzt noch etwas aussäen oder pflanzen will, kann dafür robuste Gemüsearten wählen. Dazu gehören etwa Feldsalat und andere Schnittsalate, Endivien, Winterportulak (Tellerkraut) und Spinat. Sie kommen mit weniger Licht besser zurecht als viele andere Gemüsearten.

Bevor das neue Gemüse ins Beet kommt, werden erst einmal Pflanzenreste und Unkraut entfernt. Die Erde sollte fein und nicht verschlämmt sein. 

Wie kommen die Pflanzen gut durch den Winter? 

Im Winter kann dem BLGL zufolge nicht nur Frost zum Problem werden. Auch viel Feuchtigkeit begünstigt Pilzkrankheiten. Mit einem Frühbeet, Mini-Tunnel, Vlies oder einem ungeheizten Gewächshaus lassen sich empfindlichere Pflanzen vor starkem Regen schützen und länger beernten.

Ist eine Frostnacht angekündigt, kann Verfrühungsvlies die Temperatur direkt an den Pflanzen um einige Grad erhöhen. Wichtig ist allerdings, regelmäßig zu lüften, damit die Pflanzen unter der Abdeckung wieder abtrocknen können.

Für die Ernte nutzt man dann am besten frostfreie Tage. Die Pflanzen sollten aufgetaut sein, denn gefrorene Blätter können leicht brechen. Gerade bei Spinat und anderem Blattgemüse sollte man vorsichtig schneiden, um ihr Wachstum nicht zu beeinträchtigen.

Saubere Beete: Wer eine Fläche neu bepflanzen möchte, sollte zunächst Pflanzenreste und Unkraut entfernen.Christin Klose/dpa-tmn

Saubere Beete: Wer eine Fläche neu bepflanzen möchte, sollte zunächst Pflanzenreste und Unkraut entfernen.Christin Klose/dpa-tmn

© Christin Klose/dpa-tmn

Schützende Schicht: Mulch hält die Erde bedeckt und hilft ihr, gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen.picture alliance / dpa-tmn

Schützende Schicht: Mulch hält die Erde bedeckt und hilft ihr, gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen.picture alliance / dpa-tmn

© picture alliance / dpa-tmn

Im Frühbeetkasten sind junge Salatpflanzen besser vor niedrigen Temperaturen und ungemütlichem Wetter geschützt.Andrea Warnecke/dpa-tmn

Im Frühbeetkasten sind junge Salatpflanzen besser vor niedrigen Temperaturen und ungemütlichem Wetter geschützt.Andrea Warnecke/dpa-tmn

© Andrea Warnecke/dpa-tmn