Panorama

Rheinpegel erreicht historischen Tiefstand

Die lange Trockenheit ist am Rhein deutlich ablesbar. In Köln ist der Pegelstand so niedrig wie noch nie. Die Fahrrinne für Schiffe wird immer enger.

01.08.2026

Der Pegelstand in Duisburg-Ruhrort.David Ebener/dpa

Der Pegelstand in Duisburg-Ruhrort.David Ebener/dpa

© David Ebener/dpa

Das Niedrigwasser des Rheins hat in Nordrhein-Westfalen teils historische Tiefstwerte erreicht. Am Rhein-Pegel Köln wurden am Mittag 67 Zentimeter gemessen - das ist der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen, wie aus den Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein hervorgeht. Der bisherige Rekord-Tiefstand in Köln hatte am 23. Oktober 2018 bei 69 Zentimetern gelegen. Im weiteren Tagesverlauf und am Sonntag soll das Wasser laut Prognose wieder leicht steigen. 

Tiefstwerte in Duisburg und Düsseldorf

In Duisburg-Ruhrort sank der Pegelstand zum ersten Mal wieder auf sein bisheriges historisches Tief von 153 Zentimetern. Unterschritten werden soll dies entgegen vorherigen Erwartungen aber nun nicht mehr. Auch in Düsseldorf erreichte der Pegel mit 23 Zentimetern das Niveau seines bisherigen Tiefstwerts aus dem Jahr 2018.

Die Pegelstände der einzelnen Messstationen am Rhein sind nicht direkt miteinander vergleichbar, da es keinen einheitlichen Nullpunkt für alle Pegel gibt.

Große Schiffe können nur mit wenig Ladung fahren

Die Fahrrinne ist tiefer als der gemessene Pegel. In Köln etwa seien es 1,11 Meter mehr, so dass bei dem aktuellen Pegelstand von 67 Zentimetern in der Fahrrinne 1,78 Meter zur Verfügung stünden, erklärte der Außenbezirksleiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Rhein, Markus Neumann. 

Ein Frachtschiff brauche allerdings auch mindestens 30 Zentimeter Wasser unter dem Kiel. Deshalb könnten viele Schiffe nur noch wenig Ladung aufnehmen. „Für die großen Tankschiffe lohnt sich das eigentlich gar nicht mehr“, sagte Neumann.

In NRW soll es wieder heißer werden

Ursache für das Niedrigwasser ist nach Worten von Neumann die langanhaltende Trockenheit und der ausbleibende Regen der vergangenen Monate. „Das führt dazu, dass der Rhein und andere Flüsse nicht genug Wasser haben.“ Für die nächsten Wochen erwartet er keine spürbare Besserung der Situation. 

Nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird es in den nächsten Tagen wieder heißer. Am Sonntag werden Temperaturen bis 31 Grad Celsius erwartet, am Montag soll es bis zu 36 Grad warm werden. Dann sind am Nachmittag auch einzelne kräftige Schauer und Gewitter mit Hagel und Sturmböen möglich.

Der Pegelstand in Köln hat einen neuen historischen Tiefpunkt erreicht.Oliver Berg/dpa

Der Pegelstand in Köln hat einen neuen historischen Tiefpunkt erreicht.Oliver Berg/dpa

© Oliver Berg/dpa

Die Fahrrinne für Schiffe wird immer enger.Federico Gambarini/dpa

Die Fahrrinne für Schiffe wird immer enger.Federico Gambarini/dpa

© Federico Gambarini/dpa