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Reiche Ernte: Wie lagere ich mein Gemüse richtig?

Wie schön, wenn im Garten oder auf dem Balkon viel Gemüse gedeiht. Doch wohin nur mit all den Möhren, Kartoffeln und Co.? Lagertipps - auch für Menschen mit wenig Platz im Keller.

06.10.2026

Wer Kartoffeln lagern will, sollte die Knollen an einem dunklen, trockenen Ort aufbewahren.Christin Klose/dpa-tmn

Wer Kartoffeln lagern will, sollte die Knollen an einem dunklen, trockenen Ort aufbewahren.Christin Klose/dpa-tmn

© Christin Klose/dpa-tmn

Sie haben eine reiche Ernte aus dem Garten, Gemeinschaftsbeet oder von Balkonien? Wer nicht sofort alles verspeisen kann, braucht dann vor allem eines: einen passenden Lagerort.

Der Verbraucherservice Bayern rät: Ab mit Obst und Gemüse in einen gut durchlüfteten Lagerraum. Denn nur so kann überschüssige Feuchtigkeit entweichen und auch das Reifegas Ethylen verflüchtigt sich. Aufbewahren kann man die Ernte dort in Holz- oder Kunststoffkisten mit Lüftungsöffnungen oder luftdurchlässigen Netzen. Zeitungspapier oder ein Strohbett eignet sich als Druckschutz. 

Wichtig: Stellen Sie die Regale mit den guten Sachen mit ausreichend Abstand zueinander auf. Empfindliches Obst und Gemüse sollte man möglichst nicht quetschen oder übereinanderstapeln.

Wer im Haus oder Keller nicht genug Raum dafür hat oder keinen geeigneten Ort für die Lagerung, kann dafür übrigens oft auch gut nach draußen ausweichen: etwa auf eine Erdmiete im Garten, also ein Vorratslager direkt im Erdboden, für Knollen und Wurzelgemüse. 

Erdmiete fürs Gemüse

Und so legt man die an: Am besten im Halbschatten und etwas höher gelegen unter einer Überdachung am Haus, rät das Magazin „Mein schöner Garten“. Optimal ist eine Tiefe zwischen 40 und 60 Zentimetern. Zum Schutz vor Wühlmäusen sollte man die Grube dann mit einem feinmaschigen Draht auskleiden. Den Boden kann man mit einer Sandschicht bedecken. Als Lagerbehältnisse eignen sich Holzkisten - und zur Isolierung kann man Stroh nutzen. Verschließen können Sie Ihre Erdmiete mit einem Holzgitter - und am besten einer Folie, damit nicht zu viel Feuchtigkeit eindringt.

Eine Alternative für Ihre Ernte: eine frostfreie und gut belüftete Garage, ein Kellerschacht oder ein mit Stroh vorbereitetes Hochbeet. Wurzelgemüse lässt sich dem Verbraucherservice Bayern auch gut in einer mit Sand gefüllten Kiste auf dem Balkon lagern. Und einige robuste Gemüsearten können sogar bis in den Winter hinein im Beet bleiben. Entscheidend ist, dass die jeweilige Gemüseart die dort herrschenden Temperaturen verträgt.

Wer mag es wie?

  • Möhren, Rettich, Pastinaken, Kohlrabi können etwa bei bis minus ein Grad gelagert werden. 
  • Sellerie, Lauch, Grün- und Rosenkohl mögen es auch eher kühl: Laut dem Verbraucherservice Bayern sind sie bei bis zu minus zehn Grad gut aufgehoben. 
  • Zucchini und Kürbis sollten hingegen am besten bei Temperaturen um die acht bis zehn Grad gelagert werden.
  • Zwiebeln und Knoblauch besser bei über zwölf Grad. 

Kartoffeln brauchen es hingegen eher dunkel - und die Temperatur sollte nicht über acht Grad liegen, da die Knollen sonst schneller austreiben. Temperaturen unter etwa vier Grad können hingegen dazu führen, dass die Kartoffeln süßlich schmecken.