Panorama

Prozess um „Soester Horrorhaus“ geht weiter

In Soest in NRW soll eine Frau über Monate hinweg misshandelt und vergewaltigt worden sein. Zwei Männer und zwei Teenager stehen vor Gericht. Zeichnet sich ein Geständnis ab?

02.11.2026

Der Prozess wird fortgesetzt. Oliver Berg/dpa

Der Prozess wird fortgesetzt. Oliver Berg/dpa

© Oliver Berg/dpa

Im Fall um eine über Monate hinweg gequälte Frau in Soest in Westfalen wird der Strafprozess gegen zwei Männer und zwei Jugendliche fortgesetzt. Das Landgericht Arnsberg will zu Beginn der Verhandlung (9.30 Uhr) über das Ergebnis eines sogenannten Rechtsgesprächs informieren. Gegen die vier Angeklagten hatte Mitte Oktober der Prozess um das „Horrorhaus von Soest“ begonnen.

Den vier Deutschen werden unter anderem Körperverletzung, Vergewaltigung, Nötigung und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Sie sollen ihr Opfer 2025 in unterschiedlicher Tatbeteiligung in einem Wohnhaus erniedrigt und misshandelt haben. Die Vorwürfe richten sich vor allem gegen die zwei 29 und 25 Jahre alten Männer, die in Untersuchungshaft sitzen. Zwei Beschuldigte sind erst 16 und 17 Jahre alt.

Die wohnungslose Frau war laut Anklage immer wieder ins Reihenhaus des 29-Jährigen gelockt worden. Sie war Anfang November nach dem Hinweis eines Anwohners befreit worden - zu dem Zeitpunkt war sie bei massiver Kälte fast nackt an einen Terrassenbalken gekettet gewesen. Zu Beginn des Prozesses waren überraschend auch Ermittlungen gegen die Lebensgefährtin des 29-Jährigen bekanntgeworden, die ebenfalls in U-Haft sitzt. Gegen weitere Personen wird laut Staatsanwaltschaft ermittelt. 

Der Vorsitzende Richter hatte ein Rechtsgespräch vorgeschlagen und will nun das Ergebnis mitteilen. Laut Gerichtssprecherin wird in einem solchen Gespräch mit allen Beteiligten geklärt, ob und in welchem Umfang Geständnisse zu erwarten sind. Die Kammer nenne dann einen denkbaren Strafrahmen. Danach wird der Prozess fortgesetzt.

Zwei Männer und zwei Jugendliche sind angeklagt. Oliver Berg/dpa

Zwei Männer und zwei Jugendliche sind angeklagt. Oliver Berg/dpa

© Oliver Berg/dpa