Panorama

Prozess um „Soester Horrorhaus“ beginnt

Eine Frau soll in einem Reihenhaus in Soest in NRW über Monate hinweg grausam misshandelt und vergewaltigt worden sein. Nun beginnt der Prozess gegen vier Personen, zwei davon sind Jugendliche.

12.10.2026

Gegen vier Beschuldigte beginnt nach monatelangem Martyrium einer Frau nun der Strafprozess. (Archivbild) Alex Talash/dpa

Gegen vier Beschuldigte beginnt nach monatelangem Martyrium einer Frau nun der Strafprozess. (Archivbild) Alex Talash/dpa

© Alex Talash/dpa

Nach dem monatelangen Martyrium einer Frau in Soest in Westfalen beginnt am Montag gegen vier Beschuldigte ein Strafprozess. Ihnen wird gefährliche Körperverletzung, Vergewaltigung, Nötigung und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Sie sollen ihr Opfer 2025 in einem Wohnhaus in unterschiedlicher Tatbeteiligung gequält, erniedrigt, misshandelt und vergewaltigt haben. Der Fall hatte als „Horrorhaus von Soest“ bundesweit für Schlagzeilen gesorgt und Entsetzen ausgelöst.

Auf der Anklagebank im Landgericht Arnsberg nehmen zwei 29 und 25 Jahre alte Männer Platz, aber auch zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren. Der Prozess wird einer Sprecherin zufolge von der Großen Strafkammer als Jugendkammer geführt. Das Verfahren solle trotz des jugendlichen Alters zweier Angeklagter öffentlich geführt werden.

Einsatzkräfte hatten die Frau Anfang November befreit. Ein Anwohner hatte das Opfer an dem Tag spätabends halb nackt und gefesselt auf der Terrasse des Nachbar-Reihenhauses gesehen und die Polizei alarmiert. Die Frau soll nicht mehr bei Bewusstsein gewesen und dann monatelang im Krankenhaus behandelt worden sein. Die Anklagten sollen sie seit dem Sommer in dem Haus in einer ruhigen Wohnsiedlung im Grünen misshandelt haben.

Das Haus liegt in einer ruhigen Wohngegend. (Archivbild) Federico Gambarini/dpa

Das Haus liegt in einer ruhigen Wohngegend. (Archivbild) Federico Gambarini/dpa

© Federico Gambarini/dpa

Der Fall hatte Bestürzung auch über NRW hinaus ausgelöst. (Archivbild) Federico Gambarini/dpa

Der Fall hatte Bestürzung auch über NRW hinaus ausgelöst. (Archivbild) Federico Gambarini/dpa

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