Glatteis bremst Verkehr aus - Lebensgefahr auf Seen
Erst wurden die Straßen nach Schneefall und Regen glatt. Auf den Seen bringt das Tauwetter nach der großen Kälte nun Gefahren.
Der Wetterdienst warnt bis mittags vor erhöhter Glättegefahr in Berlin und Brandenburg.Annette Riedl/dpa
© Annette Riedl/dpa
Glatteis durch etwas Schnee und Regen auf den sehr kalten Untergrund hat auf den Berliner Straßen am Morgen zu Einschränkungen geführt. Auf den glatten Straßen ging es vielerorts nur langsam voran. Auch die Busse der BVG waren betroffen. Vereinzelt wurden laut BVG Streckenabschnitte wegen des Glatteises gesperrt.
Der Tiergartentunnel musste von Eis befreit werden, wie die Verkehrsinformationszentrale VIZ mitteilte. „Weil die Fahrbahn in den Tunnel bergab führt, ist die Eisbeseitigung etwas komplizierter.“
Auch U-Bahnen wegen Eises verspätet
Vereiste Oberleitungen sorgten in Berlin für Verspätungen auf einigen Straßenbahnlinien. Und auch auf oberirdischen Abschnitten der U-Bahnlinien U2 und U3 kam es zeitweise zu Verspätungen wegen des Eises auf den Stromschienen. Ein Spezialzug der BVG beseitigte die Eisschicht.
Auffällig viele Verkehrsunfälle gab es nicht. Die Zahlen seien am Morgen nur etwas erhöht, sagte ein Polizeisprecher. 125 Meldungen von Unfällen gingen bei der Polizei von der Nacht bis 11.00 Uhr vormittags ein. Im Vergleichszeitraum vor einer Woche waren es 99 Unfallmeldungen.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte nach der Kälteperiode vor Glätte vor allem am frühen Morgen gewarnt. Die Verkehrsinformationszentrale hatte appelliert: „Bitte bewegt euch vorsichtig, besonders auf den Nebenstraßen und Gehwegen ist es spiegelglatt!“ Mit dem deutlichen Tauwetter am Morgen wurde die Wetterwarnung wieder aufgehoben.
Polizei: Tauwetter bringt Lebensgefahr auf zugefrorenen Seen
Allerdings kommt nun eine andere Gefahr hinzu. Die Polizei warnte wegen der einsetzenden Wärme vor dem Betreten von zugefrorenen Seen. Es bestehe Lebensgefahr. „Betreten Sie keine Eisflächen.“ Die gefrorenen Gewässer verlören mit den steigenden Temperaturen rasch ihre Tragfähigkeit. „Was gestern noch sicher wirkte, kann heute schon tückisch und dünn sein.“
Besonders im Uferbereich und an Stellen mit Strömungen werde es zuerst kritisch. Kinder sollte man nicht ohne Aufsicht an Gewässern spielen lassen und auch andere Menschen warnen. „Ein Schritt aufs Eis kann einer zu viel sein.“
Die Polizei warnte wegen des nun einsetzenden Tauwetters zusätzlich vor dem Betreten von Eisflächen. Patrick Pleul/dpa
© Patrick Pleul/dpa