Tödliche Polizeischüsse: Mann bedrohte Familie mit Messer
In einem Seniorenheim erschießt die Polizei einen mit Messern bewaffneten Mann. Er soll zuvor seine Mutter und Schwester und auch die Beamten bedroht haben - wohl in einem Ausnahmezustand.
Nach der Tat nahm die Polizei den Tatort unter der Lupe, auch Kriminaltechniker nahmen ihre Arbeit auf.Justin Brosch/dpa
© Justin Brosch/dpa
Die Polizei hat in einem Seniorenzentrum im nordrhein-westfälischen Waltrop einen 53-jährigen, mit Messern bewaffneten Mann erschossen. Er soll zuvor seine dort lebende Mutter sowie seine Schwester mit einem Messer bedroht haben, wie die Polizei mitteilte. Die tödlichen Schüsse aus der Dienstwaffe seien gefallen, als er auch die daraufhin alarmierten Beamten mit mehreren Messern bedroht habe.
Den bisherigen Erkenntnissen zufolge könnte er im Kontext einer Psychose gehandelt haben. Es gebe Hinweise auf eine psychische Erkrankung, hieß es in der Mitteilung.
Die Polizei war am Dienstag ausgerückt, nachdem aus der Senioreneinrichtung ein Notruf eingegangen war. Als die Beamten eintrafen, soll der 53 Jahre alte Besucher auch diese mit Messern bedroht haben.
Polizist schießt zweimal - und trifft Bewaffneten tödlich
Laut Mitteilung schoss ein Polizist daraufhin zweimal mit seiner Dienstwaffe auf den Mann. Beide Schüsse trafen und waren laut Obduktionsergebnis todesursächlich. Der lebensgefährlich Verletzte war noch in ein Krankenhaus gebracht worden, dort aber gestorben.
Der genaue Hergang des Geschehens sei noch Gegenstand der Ermittlungen. Wie in solchen Fällen üblich, überprüft die zuständige Staatsanwaltschaft die Rechtmäßigkeit der Schussabgabe. Aus Neutralitätsgründen hat die Dortmunder Polizei die Ermittlungen zum Vorgehen ihrer Kollegen aus dem Kreis Recklinghausen übernommen.