Panorama

Offene Geldstrafe: Verurteilter „Reichsbürger“ festgenommen

Es geht um eine Geldstrafe wegen versuchter Nötigung, die nicht bezahlt worden ist. Deshalb soll der Verurteilte eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten. Polizisten forderte Spezialkräfte an.

15.05.2026

Polizisten stehen vor einem Hauseingang. Ein mutmaßlich der „Reichsbürger“-Szene angehörender Mann ist in Wuppertal von der Polizei festgenommen worden. (Symbolbild)-/Blaulicht-Solingen/dpa

Polizisten stehen vor einem Hauseingang. Ein mutmaßlich der „Reichsbürger“-Szene angehörender Mann ist in Wuppertal von der Polizei festgenommen worden. (Symbolbild)-/Blaulicht-Solingen/dpa

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Ein mutmaßlich der „Reichsbürger“-Szene angehörender Mann ist in Wuppertal unter Beteiligung von Spezialeinsatzkräften der Polizei festgenommen worden. Die Beamten hätten einen Vollstreckungshaftbefehl umgesetzt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wuppertal. 

Der 69-Jährige sei rechtskräftig wegen versuchter Nötigung zu einer Geldstrafe von 2.000 Euro beziehungsweise 40 Tagessätzen verurteilt, erläuterte der Sprecher. Da der Mann die Geldstrafe nicht bezahlt habe, werde er voraussichtlich 20 Tage in der Justizvollzugsanstalt verbringen. 

Nach Angaben der Polizei lag den eingesetzten Beamten ein Haftbefehl zur Ersatzfreiheitsstrafe des Amtsgerichtes Wuppertal vor. Der Mann habe nach einer Ansprache der Polizeibeamten seine Wohnungstür zugeschlagen. 

Geräusche hinter der Wohnungstür hätten vermuten lassen, dass er sich möglicherweise verbarrikadiere. Unter anderem deshalb seien Spezialkräfte angefordert worden. Der 69-Jährige sei nach einem Gespräch schließlich doch aus seiner Wohnung herausgekommen. Verletzt worden sei niemand.

Sogenannte Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik und ihre Gesetze nicht an. Sie behaupten fälschlicherweise, dass das Deutsche Reich weiterhin bestehe.