Ofen, Pfanne, Mikrowelle? Essen stromsparend zubereiten
Lasagne, Aufläufe, Quiche: Wer Essen vom Vortag aufwärmen will, kann mit einer cleveren Wahl des Küchengeräts Strom sparen. Gute Nachrichten gibt es auch für alle Airfryer-Fans.
Auflauf erwärmen: Kleine Portionen gehen in der Mikrowelle besonders schnell.picture alliance/dpa/dpa-tmn
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Klar, Aufläufe oder Lasagne kann man wunderbar im Backofen aufwärmen. Wer Strom sparen will, nimmt stattdessen aber besser die Pfanne. Denn: „Die Zubereitung auf der Herdplatte ist effizienter als im Backofen“, sagt Gerhild Loer von der Verbraucherzentrale NRW.
Die Verbraucherschützerin erklärt: Ein Backofen, der für eine Stunde eingeschaltet ist, braucht etwa dreimal so viel Strom wie ein Cerankochfeld, das genauso lang läuft. Natürlich geht das Aufwärmen in der Regel viel schneller - die Zeitangabe dient nur der Veranschaulichung.
Wer noch mehr Strom sparen will, kann fürs Aufwärmen von Resten, Suppen und Co. unter Umständen mit der Mikrowelle besser bedient sein - wenn man denn eine hat. „Ihr Stromverbrauch liegt im Vergleich zum Herd etwa bei einem Viertel“, so Loer. Allerdings lohnt sich ihr Einsatz nur bei kleinen Portionen bis 500 Gramm. Ansonsten sei der Herd die bessere Wahl.
Wie das Prinzip „Eierkocher“ Energie spart
Auch bei der Zubereitung von Speisen können spezielle Geräte in der Küche dabei helfen, Strom zu sparen: „Pommes kann man etwa in einer Heißluft-Fritteuse wesentlich effizienter als im Backofen zubereiten. Da das Volumen kleiner ist, bekomme ich sie schneller heiß“, erklärt Gehild Loer.
Genauso ist der Eierkocher in der Regel viel effizienter im Vergleich zum Garen von Eiern im Topf. „Die Frage ist dann nur, wie oft und gerne man Pommes oder Eier isst - und ob es sich lohnt, dafür ein eigenes Gerät zu kaufen“, so die Expertin.
Übrigens: Das Prinzip, das sich ein Eierkocher zunutze macht, kann man auch aufs Kochen von Kartoffeln oder Gemüse übertragen. Heißt: Man muss nicht den ganzen Topf mit Wasser füllen, das der Herd erst einmal erhitzen muss. Weniger tut es auch. „Oft reicht es, wenn man das Gemüse im heißen Dampf gart“, sagt Loer. Dabei sollte man möglichst den Deckel auf dem Topf lassen, „sonst verdampft das heiße Wasser und die Herdplatte muss immer wieder nachheizen.“