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Obsternte im September: Was jetzt ansteht

Im September reifen Äpfel, Birnen und Pflaumen. Doch nicht alle Früchte sind gleichzeitig bereit. Wie Sie den richtigen Ernte-Zeitpunkt erkennen und warum Fallobst nicht liegen bleiben sollte.

28.08.2026

Apfelzeit im September: Jetzt werden viele Sorten reif und können nach und nach geerntet werden.Silas Stein/dpa/dpa-tmn

Apfelzeit im September: Jetzt werden viele Sorten reif und können nach und nach geerntet werden.Silas Stein/dpa/dpa-tmn

© Silas Stein/dpa/dpa-tmn

Im September ist im Obstgarten einiges zu tun. Sind die Früchte sortentypisch gefärbt, duften angenehm und lösen sich leicht vom Ast, ist Erntezeit. Der Industrieverband Agrar (IVA) empfiehlt, jetzt regelmäßig durch den Garten zu gehen und an trockenen Tagen zu ernten.

Apfel, Birne, Pflaume, Quitte: So erntet man richtig

Viele Apfelsorten sind im September erntereif. Reife Äpfel lassen sich leicht durch Drehen vom Ast lösen. Auch erste Früchte am Boden sind ein Hinweis, dass es Zeit für die Ernte wird. Frisch gefallenes Obst lässt sich zwar nicht lagern, aber noch gut zu Saft oder Mus verarbeiten.

Birnen sollten lieber früher vom Baum kommen und anschließend nachreifen. Bleiben sie zu lange hängen, können sie mehlig werden. Da Äpfel und Birnen unterschiedlich schnell reifen, erfolgt die Ernte meist in zwei oder drei Durchgängen.

Noch ungleichmäßiger reifen Pflaumen. Hier sollte man den Baum alle paar Tage kontrollieren und nur Früchte pflücken, die vollreif sind.

Auch für Holunder ist im September vielerorts Erntezeit: Sind die Beeren tiefschwarz, kann man die Dolden mit einer Gartenschere abschneiden.

Etwas später im September können dann noch Quitten, späte Tafeltrauben sowie Hasel- und Walnüsse geerntet werden.

Fallobst liegenlassen oder aufsammeln?

Mit der Zeit landen auch viele reife Äpfel, Birnen oder Pflaumen auf dem Boden. Dort schimmeln oder faulen die Früchte vor sich hin oder werden von Schädlingen befallen. Dadurch können sich Krankheiten leichter ausbreiten.

Die Aktion Tier weist zudem darauf hin, dass überreifes Obst am Boden zahlreiche Wespen anzieht. Das wird schnell zum Problem, vor allem wenn man sich viel im Garten aufhält oder dort arbeitet.

Daher sollte man Fallobst regelmäßig einsammeln. Lässt sich nicht mehr alles verwerten, kann ein kleiner Teil auf dem Kompost oder an einer abgelegenen Stelle im Garten landen - dort dient er Vögeln und Krabbeltieren als Futter. Der Rest wandert in die Biotonne.

Das gilt auch für scheinbar vertrocknete Früchte am Baum. Bleiben sie den Winter über hängen, können sogenannte Fruchtmumien entstehen. Verursacht werden sie durch einen Schimmelpilz, der im Frühjahr auch neue Früchte befallen kann. Wer sie entfernt, schützt also seine Obstgehölze.