Nur wenige Polizei-Einsätze an Weiberfastnacht
Der Beginn des Straßenkarnevals zieht jedes Jahr Tausende Feiernde an - diesmal kamen aufgrund des schlechten Wetters jedoch deutlich weniger. Das spiegelt sich auch in den Einsatzzahlen der Polizei.
Polizei und andere Einsatzkräfte mussten in der Nacht in Köln vergleichsweise selten ausrücken.Thomas Banneyer/dpa
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Die Nacht nach dem Karnevalsauftakt an Weiberfastnacht ist in Köln und Düsseldorf vergleichsweise ruhig geblieben. Zu den schon am Abend gemeldeten Vorfällen seien keine weiteren dazu gekommen, sagte am Morgen ein Polizeisprecher in Köln. Nach aktuellem Stand sei es in der Nacht ruhig geblieben.
Auch ein Sprecher der Polizei Düsseldorf beschrieb die Nacht als ruhig. „Das Wetter hat mitgespielt - oder auch nicht, je nachdem, wie man das sieht“, sagte er. Es hatte am Donnerstag geregnet, was wohl viele Karnevalsfreunde von der Anreise und vom Feiern im Freien abgehalten hatte.
Frau mit Machete bedroht
Deutlich weniger Feiernde als in den Vorjahren hätten überwiegend friedlich gefeiert, hatte die Kölner Polizei schon am Abend bilanziert. Zwölf Menschen wurden unter anderem zum Durchsetzen von Platzverweisen in Gewahrsam genommen. Nach angezeigten sexuellen Belästigungen, Körperverletzungen und Diebstählen seien erste Ermittlungen eingeleitet worden.
Zu einem bedrohlichen Vorfall kam es in der Kölner Innenstadt in der Weisengasse: Einer Frau wurde Polizeiangaben zufolge ihr Handy geraubt, das sie einem Mann kurz geliehen hatte. Dieser gab es nicht zurück, bedrohte die Frau mit einer Machete und floh dann.
Die Polizei ermittelt auch wegen des Verdachts der Vergewaltigung unter Männern im Zülpicher Viertel. Ein Mann soll dabei einen anderen zum Oralverkehr gezwungen haben. In allen Fällen stünden die Ermittlungen erst am Anfang.
Auch ein mutmaßlicher Fall von Gewalt gegen Einsatzkräfte wurde in Köln registriert: Ein Zivilpolizist wollte demnach Pöbeleien eines Mannes beenden, woraufhin ihm dieser einen so schweren Kopfstoß versetzte, dass er im Gesicht verletzt wurde und nicht mehr dienstfähig war.