Neuer Prozess um tödlichen Streit nach Grillparty begonnen
Ein Jugendlicher stirbt nach einer nächtlichen Feier. Ein Gericht spricht den Beschuldigten frei - doch der BGH verfügt eine Neuverhandlung des Falls.
In dem Prozess sind Termine im Landgericht Landau bis Ende Februar vorgesehen. (Archivbild)Uwe Anspach/dpa
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War der Tod eines 17-Jährigen nach einer Grillparty in der Pfalz ein Verbrechen oder Folge von Notwehr? Das soll das Landgericht Landau in einem erneuten Prozess klären. Die Verhandlung habe wie geplant begonnen, teilte ein Justizsprecher mit. Termine sind bis Ende Februar vorgesehen.
Der Jugendliche war am 1. Juli 2023 bei Weingarten (Kreis Germersheim) nach einem nächtlichen Streit mit einem damals 20-Jährigen an Stichverletzungen gestorben. Das Landgericht Landau hatte es am 23. Februar 2024 als erwiesen angesehen, dass der Angeklagte in einem sogenannten entschuldigten Notwehrexzess gehandelt hatte - und ihn freigesprochen.
Staatsanwaltschaft und Nebenklage legten Revision ein. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschied daraufhin am 13. Februar 2025, das Urteil halte „sachlich-rechtlicher Überprüfung nicht stand“ und hob es auf. Der Fall wird jetzt vor einer anderen Strafkammer des Gerichts in Landau neu aufgerollt.