Panorama

Neobanken: Wo digitale Konten an Grenzen stoßen

Neobanken setzen auf Apps und locken mit kostenlosen Konten. Doch Kundinnen und Kunden sollten sich vorher Gedanken machen, worauf sie sich einlassen.

25.08.2026

Unkompliziert, aber oft ohne eigene Geldautomaten oder Filialen: Neobanken sind nicht für jeden die ideale Lösung.Christin Klose/dpa-tmn

Unkompliziert, aber oft ohne eigene Geldautomaten oder Filialen: Neobanken sind nicht für jeden die ideale Lösung.Christin Klose/dpa-tmn

© Christin Klose/dpa-tmn

Vor allem für junge Leute sind Neobanken attraktiv. Die Verbraucherzentrale NRW weist allerdings darauf hin, dass man neben den kostenfreien Angeboten auch Nachteile in Kauf nehmen muss. Folgende Punkte sollten Interessierte im Blick haben:

  • Ein Smartphone ist Voraussetzung, alles läuft über Apps. Geht das Gerät verloren oder wird gestohlen, kann der Zugriff aufs Konto schwierig werden.
  • Oft finden sich Konto und TAN-Generator für die Zugangsprüfung in derselben App. Das ist zwar zulässig, aber nicht so sicher, wie wenn es auf zwei Geräte aufgeteilt ist. 
  • Bargeld abheben kann umständlich oder teuer sein. Neobanken setzen auf bargeldlosen Verkehr und sind selten Teil von Automatennetzwerken. Zwar bieten manche Kredit- oder Debitkarten an, mit denen man an Bankautomaten oder in Supermärkten Bargeld erhält. Oft gibt es aber eine monatliche Grenze - mehr kostet dann Gebühren. 
  • Auch das Einzahlen von Bargeld ist nicht so einfach wie bei klassischen Banken mit Filial- oder Automaten-Netz.
  • Wird es komplizierter, fehlen persönliche Ansprechpartner, denn Neobanken bieten in der Regel keinen persönlichen Kundensupport an. Ist bei gehacktem Konto oder gestohlener Kreditkarte aber schnelle Hilfe nötig, kann es Zeit und Nerven kosten, mit einem Chatbot zu kommunizieren. 
  • Auch bei der Einrichtung eines Pfändungsschutz-Kontos seien Kunden und Kundinnen von Neobanken auf sich gestellt, heißt es von den Verbraucherschützern.