Nach Straßenkampf: Alle Beteiligten aus Klinik entlassen
Rund 20 Menschen waren am Wochenende an einer körperlichen Auseinandersetzung in Düren beteiligt. Zwei Schwerverletzte konnten die Klinik verlassen. Die Polizei hat erste Erkenntnisse zum Ablauf.
Am Sonntagabend ist es zu einem „Straßenkampf“ in Düren mit rund 20 Personen gekommen. (Symbolbild) Friso Gentsch/dpa
© Friso Gentsch/dpa
Nach einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen in Düren sind zwei Schwerverletzte bereits am Folgetag aus der Klinik entlassen worden. Nach aktuellem Kenntnisstand waren rund 20 Menschen an dem Kampf am Sonntagabend auf offener Straße beteiligt, wie die Polizei mitteilte.
Dabei wurden den Ermittlungen zufolge verschiedene Gegenstände als Schlagwerkzeuge eingesetzt, darunter Hämmer, Tischbeine, Äxte und Baseballschläger. Auch auf bereits am Boden liegende Menschen sei eingeschlagen und eingetreten worden.
Als die Beamten eintrafen, war es Unbeteiligten bereits gelungen, die Streitenden zu trennen. Acht Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer und sechs leicht. Sechs der Verletzten kamen in umliegende Krankenhäuser.
Nach ersten Ermittlungen kann die Polizei inzwischen teilweise rekonstruieren, wie es zu der Auseinandersetzung gekommen sein soll. Ausgangspunkt des Konflikts war demnach eine Geburtstagsfeier am Freitag. Eine der beteiligten Parteien fühlte sich nach eigenen Angaben durch den Feierlärm gestört. Daraufhin kam es zu einem verbalen Schlagabtausch, eine der beiden Parteien erstattete Anzeige wegen Bedrohung gegen die andere Gruppe.
Am Sonntagabend eskalierte der Konflikt schließlich. Die Polizei geht davon aus, dass sich die beiden Gruppen zuvor nicht persönlich kannten. Hinweise auf einen länger zurückliegenden Konflikt gebe es nicht.
Im Kontext der Auseinandersetzung wurden zunächst zwei Männer vorläufig festgenommen. Bei ihnen handelt es sich um einen 22-jährigen Dürener und einen 23-jährigen Kölner. Beide wurden nach einer Gefährderansprache wieder entlassen. Die Ermittlungen dauern an.