Nach „Hells Angels“-Razzia: Präsident in Untersuchungshaft
Nach der Razzia gegen Rocker in NRW sitzt der Präsident des Leverkusener „Hells Angels“-Charters in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Bildung einer kriminellen Vereinigung.
Die Polizei entdeckte zahlreiche Motorräder bei der Razzia gegen die „Hells Angels“Henning Kaiser/dpa
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Nach der großen Razzia gegen Rocker in Nordrhein-Westfalen sitzt der 46 Jahre alte Präsident des „Hells Angels“-Charters in Leverkusen in Untersuchungshaft. „Der Haftbefehl wurde gestern beim Amtsgericht Düsseldorf durch die Ermittlungsrichterin verkündet und in Vollzug gesetzt“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch der dpa.
Gegen den 46-Jährigen und weitere Beschuldigte wird wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie der räuberischen Erpressung ermittelt. Die Polizei hatte am Dienstag mit 1.200 Beamten 58 Objekte in 28 Städten durchsucht. Das Innenministerium hatte zuvor den relativ jungen Ableger der „Hells Angels“ in Leverkusen als Verein verboten.
Die entsprechende Bekanntmachung wurde inzwischen im Ministerialblatt des Landes veröffentlicht. Das ist ein nötiger Verwaltungsakt. In der Bekanntmachung heißt es unter anderem: „Der Zweck und die Tätigkeit des Vereins Hells Angels Motorcycle Club Leverkusen läuft den Strafgesetzen zuwider“.