Panorama

Mutmaßliche Geldgeber von Cannabis-Plantagen freigesprochen

Rund 8.000 Cannabis-Pflanzen hatten Ermittler 2022 in Mönchengladbach und Nettetal sichergestellt. Zwei Männer, die den Anbau finanziert haben sollten, standen nun vor Gericht.

12.03.2026

Zwei mutmaßliche Geldgeber von Cannabis-Plantagen sind freigesprochen worden. (Symbolbild)Roberto Pfeil/dpa

Zwei mutmaßliche Geldgeber von Cannabis-Plantagen sind freigesprochen worden. (Symbolbild)Roberto Pfeil/dpa

© Roberto Pfeil/dpa

Vor knapp vier Jahren sind am Niederrhein zwei riesige Cannabisplantagen mit Tausenden von Pflanzen entdeckt worden. Der Plantagen-Betreiber und fünf Mittäter wurden bereits zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Nun wurden die beiden mutmaßlichen Geldgeber vom Landgericht Mönchengladbach freigesprochen.

Die 37 und 40 Jahre alten Niederländer waren wegen großangelegten Cannabisanbaus und -handels angeklagt. Demnach sollten sie zwischen 2017 und 2022 mit mehreren Mittätern in Mönchengladbach und Nettetal Cannabisplantagen betrieben haben. 

Die Angeklagten sollten den großangelegten Drogenanbau zudem als Geldgeber finanziert haben. Das hatte laut Gericht einer der verurteilten Drogenanbauer in seinem Prozess ausgesagt und so die Ermittler auf die Spur der Angeklagten gebracht.

Keine Beweise gefunden

Neben dieser Behauptung gebe es aber keine weiteren Beweismittel, sagte die Staatsanwältin gleich am ersten Verhandlungstag und beantragte Freispruch für die Angeklagten. Das sah die Kammer genauso. „Es fehlt an objektiven Beweisen für ihre Beteiligung an Drogengeschäften“, sagte die Richterin in der Urteilsbegründung. 

In den beiden Plantagen waren den Ermittlungen zufolge innerhalb von knapp zwei Jahren mindestens 520 Kilogramm Marihuana geerntet worden. Als die Sache aufflog, stellte die Polizei rund 8.000 Cannabispflanzen sicher. Der Wert wurde damals mit 672.000 Euro beziffert.