Panorama

Mord-Prozess startet: Frauen mit Sportwagen erfasst

Einem 25-Jährigen aus Remscheid droht lebenslange Haft wegen Mordes. Seine Angeberei mit einem 640 PS starken Auto soll außer Kontrolle geraten sein. Eine 19-Jährige starb.

30.01.2026

Blumen und Kerzen stehen an der Unfallstelle in Remscheid. Hier wurden zwei junge Frauen von einem stark motorisierten Auto erfasst.Federico Gambarini/dpa

Blumen und Kerzen stehen an der Unfallstelle in Remscheid. Hier wurden zwei junge Frauen von einem stark motorisierten Auto erfasst.Federico Gambarini/dpa

© Federico Gambarini/dpa

Nach dem Tod einer 19-jährigen Frau in Remscheid steht der Fahrer eines 640 PS starken Sportwagens von heute an (09.15 Uhr) wegen Mordes in Wuppertal vor Gericht. 

Der 25-Jährige hatte nach Ansicht der Staatsanwaltschaft mit auffälligen Fahrmanövern angeben wollen. Er habe das Auto dazu Ende April vergangenen Jahres mit hoher Beschleunigung und eingeschlagenen Rädern gestartet, um zu driften. Dabei sei der Wagen beim erneuten Anfahren ausgebrochen, auf den Bürgersteig geraten und habe zwei junge Frauen erfasst, heißt es. 

Eine 19-Jährige starb wenige Tage später an schweren Kopfverletzungen, eine 17-Jährige musste mit Knochenbrüchen und lebensgefährlichen inneren Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden.

Lebenslange Haft droht

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 25-Jährigen nun Mord, versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung, ein verbotenes Autorennen mit Todesfolge und Straßenverkehrsgefährdung vor. Damit droht ihm lebenslange Haft.

Zudem werden dem Mann fünf Fälle illegaler Autorennen zwischen 2022 und 2024 vorgeworfen, von denen die Ermittler Videos auf seinem Mobiltelefon entdeckten, wie sie mitteilten. Der Deutsche befindet sich in Untersuchungshaft. Das Wuppertaler Landgericht hat bis Mitte März zehn Verhandlungstage angesetzt.

Polizeibeamte sichern Spuren am Tatwagen.David Young/dpa

Polizeibeamte sichern Spuren am Tatwagen.David Young/dpa

© David Young/dpa