Mit dem Röst-Trick: So wird Bockshornklee karamelliger
Bockshornklee kann mehr als Käse: Doch wer seine bittere Note nicht mag, sollte ihn kurz anrösten. So wird aus dem orientalischen Gewürz ein nussig-karamelliger Alleskönner für Curry, Brot und Co.
Traditionelle Verwendung: Neben der Küche spielt Bockshornklee auch in der Medizin eine Rolle und wird seit Jahrhunderten als Heilpflanze geschätzt.Holger Hollemann/dpa/dpa-tmn
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Würzig, leicht bitter und ein Hauch von Orient: Viele kennen Bockshornklee meist als aromatische Zutat in Ziegen- oder Bauernkäse. Doch der Samen des Gewürzes kommt öfter vor als man denkt.
Er steckt als Hauptbestandteil in Currypulvern und Gewürzmischungen internationaler Küchen, etwa bengalisches „Panch Phoron“ oder die türkische Gewürzpaste „Cemen“. Denn besonders gut entfaltet sich der Geschmack von Bockshornklee in der Kombi mit orientalischen und indischen Gewürzen, deren Aromen er abmildert oder harmonisch ergänzt, erklärt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).
Aber auch allein verwendet setzen die Samen Akzente – zum Beispiel in Gerichten mit Spinat und Kürbis, Nüssen und Hülsenfrüchten wie Linsen und Kichererbsen. In Südtirol ist Bockshornklee auch ein gängiges Gewürz für Brot. In Teemischungen solle er sogar appetitanregend wirken.
Wegen intensivem Geschmack sparsam dosieren
Roh schmecken die Samen leicht bitter bis scharf. Angesichts des intensiven Aromas raten die Fachleute des BZfE, den Bockshornklee nur sparsam zu dosieren. Zudem kennen sie einen Trick gegen die Bitternote: Werden die Samen ohne Fett kurz angeröstet, entwickeln sie eine karamellartige, leicht nussige Note.
Doch wie kam die krautige Pflanze mit den kleeförmigen Blättern überhaupt zu ihrem merkwürdigen Namen? Dafür haben die Ernährungsexperten folgende Erklärung: „In den Fruchthülsen befinden sich bis zu zwanzig steinharte, hellbraune Samen. Die lange, gebogene und schmale Hülsenform erinnert an die Hörner eines Ziegenbocks, was der Pflanze ihren Namen gegeben hat.“
Meist nur ganze Samen erhältlich
Wer Lust auf das Solo-Gewürz hat, findet es in Asia- und Bio-Läden, aber auch in gut sortierten Supermärkten. Bockshornklee gibt es auch als getrocknete Blätter sowie eben als ganze, aber auch gemahlene Samen, häufig in Bio-Qualität. Steht auf dem Etikett lediglich „Bockshornklee“, sind in der Regel die ganzen Samen gemeint.