Panorama

Mit dem Bodo wirft Brabus den Blick zurück nach vorn

Der Bodo unterstreicht Brabus‘ Anspruch als Hersteller eigenständiger Autos. Dabei versteht sich der 1.000 PS starke GT nicht nur als Hommage an den Firmengründer, sondern auch als Vorbote.

13.07.2026

Exklusiver Gran Turismo mit 1.000 PS: Der „Bodo“ von Brabus ist auf 77 Exemplare limitiert.Thomas Geiger/dpa-tmn

Exklusiver Gran Turismo mit 1.000 PS: Der „Bodo“ von Brabus ist auf 77 Exemplare limitiert.Thomas Geiger/dpa-tmn

© Thomas Geiger/dpa-tmn

Die sportliche Luxusmarke Brabus emanzipiert sich weiter von den etablierten Fahrzeugherstellern: So hat der Mittelständler aus Bottrop jetzt den Bodo präsentiert. Benannt nach dem 2018 verstorbenen Firmengründer Bodo Buschmann ist der Gran Turismo das erste Modell in der Palette, dem man die Verwandtschaft mit einem Serienfahrzeug jetzt überhaupt nicht mehr ansieht.

Nachdem das Unternehmen mit dem bisweilen technisch wie optisch extremen Tuning von Mercedes-Modellen und später auch von Rolls-Royce, Porsche oder Bentley groß geworden ist, zeigt sich der gute fünf Meter lange 2+2-Sitzer nun in einer völlig eigenständigen Karosserie aus Vollkarbon, die mit einer schier endlos langen Haube und einem kurzen Heck schon im Stand rasant aussieht.

Diese Basis liefert am Ende 1.000 PS

Zwar hat Brabus die Karosserie selbst entwickelt und das Innenleben eigenständig gestaltet, nutzt aber zumindest ein fertig entwickeltes Chassis, so Firmenchef Constantin Buschmann. Das stammt diesmal von Aston Martin und trägt dort den Vanquish. Von den Briten übernehmen die Bottroper auch den 5,2 Liter großen V12-Motor, den sie allerdings noch einmal trainieren. Er wird rund 20 Prozent stärker und leistet nun 735 kW/1.000 PS. Damit beschleunigt der Bodo in rund 3,0 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht bis zu 360 km/h, so der Hersteller weiter. 

Als Referenz an das Brabus-Gründungsjahr 1977 auf 77 Exemplare limitiert, starten die Preise für den Bodo bei etwa 1,2 Millionen Euro. Dennoch sind rund die Hälfte der Fahrzeuge bereits verkauft, teilt Brabus mit. Das sieht Firmenchef Buschmann als Bestätigung und Ansporn für die nächsten Projekte. Zwar will er weder das Mercedes-Tuning lassen noch den anderen Marken den Rücken kehren, doch verspricht er für jedes Jahr mindestens ein neues Projekt, das maximale Eigenständigkeit zeigt.