Feuerwehrleute stoßen beim Löschen auf Bewaffneten
Bei einem Brand mit dramatischen Begleitumständen in Beverungen wird ein 68-jähriger Hausbewohner festgenommen. Er soll das Feuer gelegt haben. Bei den Löscharbeiten wird er mit einer Waffe entdeckt.
Vermutlich nach Brandstiftung brannte ein Mehrfamilienhaus in Beverungen, mehrere Menschen wurden verletzt. (Symbolbild)Marijan Murat/dpa
© Marijan Murat/dpa
Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Beverungen im Kreis Höxter ist ein 68 Jahre alter Hausbewohner festgenommen worden. Er sei dringend tatverdächtig, den Brand gelegt zu haben, teilte die Polizei mit. Der Mann wurde laut Feuerwehr zuvor mit einer Handfeuerwaffe in dem brennenden Gebäude angetroffen.
Der 68-Jährige habe bei dem Brand selbst Verletzungen erlitten. Außerdem wurde laut Polizei ein weiterer Hausbewohner verletzt. Beide kamen in Krankenhäuser. Auch zwei Feuerwehrleute zogen sich bei dem Einsatz Verletzungen zu.
Mann mit Waffe - kopfüber aus dem Fenster gesprungen
Die Feuerwehr teilte mit, es seien drei Trupps mit Atemschutz in das brennende Gebäude eingedrungen, als plötzlich die Meldung gekommen sei, dass eine Person in dem Gebäude bewaffnet sei. Die Feuerwehrleute seien beim Löschen in der Erdgeschoss-Wohnung auf den Mann mit der Handfeuerwaffe gestoßen.
Die Einsatzkräfte hätten sich schnellstens entfernt, wobei sich zwei Feuerwehrleute bei der Flucht aus einem Fenster verletzt hätten. „Sie sind kopfüber aus dem Fenster gesprungen“, sagte der Sprecher.
Die Polizei habe dem Mann die Waffe abgenommen. Danach habe die Feuerwehr weiter gelöscht. Zu den Hintergründen gab es von der Polizei zunächst keine weiteren Angaben. Der Verdächtige müsse zunächst medizinisch behandelt werden, hieß es.
Der Brandort wurde beschlagnahmt, Angaben zur Schadenshöhe seien zunächst noch nicht möglich, so die Polizei.