Mehr Perspektiven: Pixel-Smartphone mit Kamera verbinden
Neben der Totale auch eine Seitenansicht filmen können? Das geht mit diesem Feature. Welche Möglichkeiten das für Aufnahmen und Livestreams eröffnet - und welche Einschränkungen gelten.
Bei einer Kamera muss es nicht bleiben: Dieses Pixel 11 Pro beispielsweise lässt sich mit diversen Kameras oder anderen Pixel-Telefonen erweitern, um in bestimmten Apps beim Filmen oder Streamen nahtlos zwischen zwei Perspektiven wechseln zu können.Nico Tapia/dpa-tmn
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Hier hat sich niemand weh getan, und kaputt ist auch nichts gegangen: Die Funktion „Verbundene Kameras“ bei Pixel-Smartphones von Google ermöglicht es vielmehr, kompatible externe Kameras, Actioncams und Webcams oder andere Pixel-Smartphones (ab Pixel 6) zum Aufnehmen oder Streamen mit dem Telefon zu verbinden.
Das Feature findet sich unter „Einstellungen/Verbundene Geräte/Verbindungseinstellungen/Verbundene Kameras“. Dort wird dann beim Verwenden unterstützter Apps eine Kameraauswahl angezeigt.
Immer nur eine externe Verbindung - aber wechseln ist möglich
Über die Auswahl kann man
- eine externe Kamera hinzufügen,
- entfernen,
- trennen sowie
- zwischen der Smartphone-Kamera und einer externen Kamera wechseln.
Es lässt sich jeweils immer nur eine externe Kamera verbinden. Der Ton wird über die Kamera aufgenommen oder live gestreamt, die gerade verwendet wird.
Standards, Pixel-Modell und App-Unterstützung beachten
Wichtige weitere Voraussetzungen beziehungsweise Einschränkungen zum Nutzen sogenannter Remote-Kameras:
- Das externe Gerät muss den Standard USB Video Class (UVC) unterstützen.
- Bei Pixel-A- und Pixel-10-Geräten sind keine anderen Pixel-Smartphones als externe Kamera vorgesehen.
- „Verbundene Kameras“ liefert nicht automatisch eine systemweite Webcam-Funktion für jede App. Das Ganze muss zwingend über eine kompatible App laufen; unterstützt werden etwa Facebook, YouTube, Instagram, Snapchat und TikTok.
Externe Kamera kann Seitenansicht oder Nahaufnahme liefern
Und was bringt die Verbindung? Folgende Anwendungsfälle sind denkbar:
- Mit Hilfe der externen Kameraquelle Inhalte aufnehmen oder streamen; dabei lassen sich Filter und Effekte anwenden, die in der jeweiligen App verfügbar sind.
- Das ist besonders praktisch, wenn man nahtlos oder live zwischen zwei Perspektiven wechseln möchte, etwa bei Tutorials, Dokumentationen oder kreativen Videos.
- Das zweite Gerät kann dann etwa eine Totale, Seitenansicht oder Nahaufnahme liefern.
Für Sport- und Actionaufnahmen kabellose Konstellationen nutzen
Besondere Möglichkeiten ergeben sich für Sport- oder Trainingsaufnahmen: Hier kann das zweite Gerät etwa eine stationäre Außenansicht liefern, während das Hauptgerät näher am Geschehen bleibt oder sogar direkt beim Sportler ist (Helm, Lenker, usw.) und mit ihm in Bewegung bleibt.
So etwas wird sich in der Regel nicht mit einer USB-Kabelverbindung realisieren lassen. Deshalb funktioniert die Koppelung etwa mit diversen GoPro-Actioncam-Modellen über Bluetooth. Und Pixel-Smartphones können dazu über Androids Cross-Device-Dienste drahtlos untereinander kommunizieren, wenn der Dienst aktiviert ist und beide Geräte bei demselben Google-Konto angemeldet sind.
Wichtige Details und Hilfestellungen zu den verschiedenen Verbindungen liefert die Google-Support-Seite.