Löwenbabys betreten das erste Mal ihr Außengehege
Im November erblickten sie das Licht der Welt - nun haben drei Löwenbabys im Kölner Zoo endlich einen Namen bekommen. Bei Sonnenwetter erkunden sie erstmals die Außenanlage.
Die asiatischen Junglöwen genießen die Sonne und lassen sich von Löwenmama „Gina“ verwöhnen. Henning Kaiser/dpa
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Drei Asiatische Löwenbabys haben im Kölner Zoo unter neugierigen Besucherblicken erstmals das Außengehege kennengelernt. Zudem haben Tierpflegerinnen und Tierpfleger des Zoos die Namen der im November geborenen Jungtiere bekanntgegeben. „Prija“ und „Reeva“ heißen die Weibchen, „Zohan“ das Männchen, wie der Kölner Zoo mitteilte.
Bei der Auswahl der Namen haben sich die Pfleger demnach am indischen Sprachraum, dem Heimatgebiet der Löwen, orientiert. „Prija“ bedeutet auf Alt-Indisch so viel wie „die Geliebte“, „Reeva“, heißt übersetzt „der Stern“ und „Zohan“ heißt „Geschenk Gottes“.
Löweneltern kümmern sich gut
Nach der Geburt am 29. November blieben die Löwenbabys sechs Wochen in einer abgedunkelten Wurfbox bei ihrer elfjährigen Mutter „Gina“. Auch in der freien Wildnis brauchen Junglöwen in den ersten Wochen nach der Geburt viel Ruhe.
Die Löweneltern kümmern sich den Pflegern zufolge gut um die Jungtiere.Henning Kaiser/dpa
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Langsam wurde der Radius erweitert und die Löwenkinder durften in das Vorgehege, wo sie Anfang der Woche erstmals Kontakt zu ihrem neunjährigen Löwenpapa „Navin“ hatten. „Die Eltern kümmern sich vorbildlich um ihre Tiere. Navin ist etwas strenger und nimmt seine Kinder auch mal härter an“, sagte Monika Assenmacher, Tierpflegerin des Kölner Zoos. „Das ist aber auch gut so, die Mutter ist sehr liebevoll. Dann brauchen die Kinder umso mehr die Strenge ihres dennoch sehr fürsorglichen Vaters.“
Junglöwen bleiben nicht im Kölner Zoo
Die Löwen sollen ungefähr zwei Jahre im Kölner Zoo bleiben, dann sollen sie an andere Zoos abgegeben werden. „Das läuft über Erhaltungsprogramme. Wir haben keinen Einfluss darauf, wann die Tiere wohin kommen, das hängt davon ab, wo ein Platz frei ist und auch, welche Tiere genetisch gut zusammenpassen“, erklärt Assenmacher.
Die letzten der einst weit verbreiteten Asiatischen Löwen haben sich nach Angaben des Zoos im und um den Gir Nationalpark aufgehalten, gelegen im nordwestindischen Bundesstaat Gujarat. Die 20 bis 50 ehemals verbliebenen Löwen seien dort effektiv geschützt worden. Ihre Population sei die Basis für die nun inzwischen wieder mehr als 600 Löwen im Gir Wald-Ökosystem.