Panorama

Licht, Feuer, Musik – Extraschicht verwandelt das Ruhrgebiet

Feuershows, Lichtkunst und Musik: Die Extraschicht macht Zechen und Parks im Ruhrgebiet zur Bühne. Was Besucher am Festivalabend erwartet.

27.06.2026

Lichtinstallationen wie hier 2022 auf Zeche Zollverein tauchen das Ruhrgebiet bei der Extraschicht in besondere Farben. (Archivbild)Roland Weihrauch/dpa

Lichtinstallationen wie hier 2022 auf Zeche Zollverein tauchen das Ruhrgebiet bei der Extraschicht in besondere Farben. (Archivbild)Roland Weihrauch/dpa

© Roland Weihrauch/dpa

Mit Kunst, Musik und Licht will das Festival Extraschicht am Samstagabend das Ruhrgebiet verwandeln. An 40 Orten in 18 Städten findet die Kulturnacht statt. Die Veranstalter versprechen „eine Nacht voller Musik, Akrobatik, Licht und Humor“. Rund 150.000 Menschen kamen im vergangenen Jahr.

Welche Veranstaltungen gibt es in diesem Jahr?

Besonders spektakulär sind oft die Inszenierungen, die mit Licht und Feuer arbeiten. Im Museum Zeche Hannover in Bochum gibt es eine Steampunk-Feuershow. Im BernePark Bottrop zeigt der Feuerzirkus Relight my Fire eine Inszenierung, die an die Romanwelt von Jules Verne angelehnt ist. Im Museum Henrichshütte in Hattingen gibt es eine Wassershow mit Fontänen, Licht und Musik.

Auf Zeche Zollverein in Essen gibt es eine begehbare Lichtinstallation, im Amphitheater Nordsternpark in Gelsenkirchen eine Laser- und Pyroshow. Im Landschaftspark Nord in Duisburg zeigt der Zirkus Flic Flac Stunts mit Motorrädern in einer Metallkugel. Musik und Kleinkunst gibt es ohnehin an nahezu allen Veranstaltungsorten.

Wie finde ich die Veranstaltungen, die mich interessieren?

Für den Überblick über die Angebote empfehlen die Veranstalter die Extraschicht-App. „Eine interaktive Karte zeigt Standorte, Busverbindungen und – mit einem Ampelsystem – die aktuelle Auslastung der Spielorte“, erklärt eine Sprecherin. Über die Favoriten-Funktion könne jeder Besucher seine Route planen und so den Abend gestalten.

Wie kommt man zu den Locations?

Seit Jahren fahren in der Nacht der Industriekultur 150 Shuttlebusse kostenlos zwischen den verschiedenen Veranstaltungsorten hin und her. Außerdem hat die Ruhr Tourismus-Gesellschaft Radrouten ausgearbeitet, die auf möglichst ruhigen Strecken zu den Spielorten führen. Wer nicht alles selbst planen möchte, kann eine von zwölf ausgearbeiteten Radtouren nutzen. Auf 20 bis 50 Kilometern verbinden sie mehrere Spielorte zu verschiedenen Themen.

An vielen Veranstaltungsorten gibt es Kleinkunst und Musik. (Archivbild)Dieter Menne/dpa

An vielen Veranstaltungsorten gibt es Kleinkunst und Musik. (Archivbild)Dieter Menne/dpa

© Dieter Menne/dpa

Wie viele verschiedene Veranstaltungen schafft man überhaupt?

Die Festival-Nacht ist zwar lang – viele Spielstätten haben von 18.00 bis 2.00 Uhr geöffnet. Trotzdem: „Drei Stationen sind meist genug, um Atmosphäre zu spüren und Wege kurz zu halten“, empfiehlt die Festival-Sprecherin.

Was kosten die Tickets?

Tickets für das gesamte Festival kosten an der Abendkasse 25 Euro. Wer nur einen einzelnen Spielort besuchen will, zahlt dort 15 Euro. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt.